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economiesuisse - Sistierung der RBG-Verfahren nachvollziehbar

Zürich (ots) - Für economiesuisse ist der Marschhalt bei den Rahmenbewilligungsgesuchen für Ersatzkernkraftwerke verständlich. Die Sicherheitslage muss nach der Analyse der Störfälle in Japan überprüft werden. Die parteipolitische Instrumentalisierung des tragischen Unglücks ist hingegen deplatziert.

Den Menschen in Japan gilt angesichts der Katastrophe unser Mitgefühl. Im Zentrum muss jetzt die rasche Hilfe für die Betroffenen und die Suche nach Lösungen für die Probleme in den japanischen Reaktoren stehen. Vor diesem tragischen Hintergrund ist die parteipolitische Instrumentalisierung der Katastrophe unverständlich. Die Forderungen der Kernkraftgegner, den Betrieb der AKWs in der Schweiz sofort einzustellen, entbehren zudem einer sachlichen Analyse.

Für economiesuisse ist der Entscheid von Bundesrätin Doris Leuthard, das Rahmenbewilligungsverfahren für den Ersatz von Kernkraftwerken vorerst zu sistieren, nachvollziehbar. Sobald genauere Informationen zur Ursache und zum Umfang des Unglücks in Japan vorliegen, soll auch in der Schweiz eine umfassende Sicherheitsanalyse in den Kernkraftwerken erfolgen. Diese Erkenntnisse müssen die Kraftwerksbetreiber anschliessend in den bestehenden Werken umsetzen und in die Rahmenbewilligungsgesuche einfliessen lassen.

Für economiesuisse ist klar: Der heutige Entscheid des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ist keine Absage an die Nutzung der Kernenergie in der Schweiz. Eine solche wäre angesichts der unklaren Faktenlage und der Unterschiede zwischen der Schweiz und Japan vorschnell und unseriös. Der Schweiz droht mittelfristig eine Stromlücke. Um diese zu verhindern, ist der Ersatzbau von Grosskraftwerken unumgänglich. Eine sichere Stromversorgung ist für die Schweiz zu wichtig, um sie aus ideologischen Gründen zu gefährden.

Kontakt:

Ursula Fraefel
079 505 52 87
ursula.fraefel@economiesuisse.ch


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