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economiesuisse - Kunden zahlten für Grundversorgung zuviel Späte Einsicht der Post und Tragbarkeit der vollständigen Briefmarktöffnung

      Zürich (ots) - economiesuisse nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis,
dass die Schweizerische Post endlich den regulationskonformen
Berechnungsansatz zur Gewinnermittlung des Universaldiensts
akzeptiert. Damit wird anerkannt, dass der Grundversorgungsauftrag
der Post – vorab dank dem Monopolschutz – zulasten der Kunden
deutlich überfinanziert ist. Die Wirtschaft vermutet sogar
weitergehende Quersubventionierungen, vor allem in Verbindung mit
der Verteilung des sog. „Infrastrukturbeitrags“ des
Poststellennetzes.

    Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass vor drei Wochen die Schweizerische Post weitere Tariferhöhungen im Universaldienst angekündigt hat und der Preisüberwacher diese zugelassen hat. Diese Preiserhöhungen sind umso störender als mangels hinreichender Briefmarktöffnung das Entstehen einer echten Konkurrenz kaum zu erwarten ist. Die Schweizerische Post nutzt ihre faktische Monopolstellung aus. Die Wirtschaft fordert Preissenkungen und eine komplette Postmarktöffnung. Der heutige Briefmonopolschutz geht zulasten der Kunden, weil er den Konkurrenzdruck für mehr Wahlmöglichkeiten und für tiefere Preise verhindert. Zudem sollte die heutige Postregulationsbehörde institutionell unabhängig werden, damit ihre Stellung gestärkt und damit allfällige Druckversuche des mächtigen Postmonopolisten beendet werden.

Rückfragen: Pascal Gentinetta, economiesuisse, 044 421 35 35



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