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IFAS - Gesundheitssystem Schweiz im Umbruch? - Transparenz und Konkurrenz für mehr Markt

    Zürich/Fällanden (ots) - Transparenz und Konkurrenz führen zu marktwirtschaftlichen Bedingungen und könnten mithelfen, die Kostenexplosion im Gesundheitswesen einzudämmen. Gefordert ist dabei die nationale Politik, welche die notwendigen Rahmenbedingungen aber erst noch ermöglichen muss.

    An der Podiumsdiskussion anlässlich der gestrigen Pressekonferenz der IFAS, Leitmesse für Arzt- und Spitalbedarf, zum Thema "Patient und Qualität: Was die Medizinaltechnik dazu beiträgt", führte Nationalrat Toni Bortoluzzi aus, dass es am Gesetzgeber liege, die Grundlagen für marktwirtschaftliche Preise und Qualitätsstandards zu schaffen. Er warnte allerdings vor zu hohen Erwartungen in Bezug auf das Tempo in der politischen Realisierbarkeit einer Veränderung der Rahmenbedingungen.

    Der Status-Quo sei von Intransparenz gekennzeichnet. Nationalrat Bortoluzzi veranschaulichte diese Aussage mit einem einfachen Beispiel, als er sagte: "Ich bezweifle die hervorragende Qualität unseres Gesundheitswesens, weil ich keinen Vergleich habe".

    Eine solche Vergleichssituation fehlt etwa unter den Spitälern in der Schweiz, weil dem Kunden von Gesundheitsleistungen, also dem Patienten, eine Spitalwahl jenseits seines Wohnkantons verunmöglicht sei. Jürg Schnetzer, Generalsekretär des Fasmed, der Lobby der schweizerischen Medtech-Industrie, griff deshalb zu einem Vergleich mit dem Ausland. Während dort der Prozentsatz von patientenprogrammierten Herzschrittmachern bei 25 Prozent läge, sei er in der Schweiz bei 98 Prozent.

  Margrit Kessler, Präsidentin der schweizerischen Patienten- und Versicherten-Organisation SPO plädierte für das Recht aller Patienten, das Beste an gesundheitlicher Versorgung zu bekommen, im Gegensatz zu einem medizinischen Zweiklassensystem. Der Weg führt, dieser Konsens herrschte an der Podiumsdiskussion unter Politikern, Patientenorganisationen, Wirtschaftsvertretern und Ärzten, über eine echte Wettbewerbssituation unter den Anbietern im Gesundheitsmarkt Schweiz. "Wir müssen die Kantonsgrenzen abschaffen, dann bekommen wir Konkurrenz", sagte Margrit Kessler. Und tiefere Krankenkassenprämien?

    Wieder einmal wurde deutlich, dass ein notwendiger Schritt zur Kostendämmung im schweizerischen Gesundheitswesen nur über einen Systemwechsel in der Finanzierung führen kann: in einer Finanzierung von Leistungen anstatt wie heute von Institutionen. Dass dieses Denken bereits von der nationalen Politik aufgenommen wird, könnte als Zeichen verstanden werden, dass ein Systemwechsel in der Finanzierung des schweizerischen Gesundheitswesens womöglich mehr als eine Utopie ist.

    Der entsprechende Diskurs wird auf der IFAS, die bis am 27. Oktober läuft, von direkt Beteiligten  - Ärzten, Krankenschwestern, Pflege- und Verwaltungspersonal - aber auch von den Akteuren der Medizinalbranche als Aussteller auf der Messe weiter geführt. Zu den wichtigsten Ausstellergruppen gehören Firmen der Bereiche Diagnostik, Informatik, Medizintechnik, Organisation und Einrichtung, Rehabilitation und Pflege und Verbrauch. Sie präsentieren zum Teil Weltneuheiten auf High-Tech-Niveau.

    Die 29. IFAS findet vom 24. - 27. Oktober im Messezentrum Zürich statt und wird unterstützt von den Branchenverbänden FASMED - Dachverband der Schweizerischen Handels- und Industrievereinigungen der Medizinaltechnik, Swiss Technology Network - swissT.net Medical, FMH Services - Dienstleistungsorganisation der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH und H+ Die Spitäler der Schweiz - Verband der Spitäler, Kliniken und Heime.

ots Originaltext: IFAS/Reed Messen (Schweiz) AG
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