SKO Schweizer Kader Organisation

Individualisierte und egozentrische Gesellschaft

Zürich (ots) - Leider ist in fast allen Ländern immer mehr festzustellen, dass der Solidaritätsgedanke an Bedeutung und Gewicht verliert. Das bedroht unser Staatswesen und auch unsere Kultur. Ein egozentrisches Weltbild wird angesichts der bevorstehenden Milchkuh- und anderen von Interessensgruppen lancierten Initiativen beinahe zur Selbstverständlichkeit. Lesen Sie hier, wie sich die SKO für mehr Gemeinwohl, Menschlichkeit und Integrität einsetzt.

Es entspricht der heutzutage vorherrschenden politischen und gesellschaftlichen Einstellung, dass das Eigeninteresse im Mittelpunkt des Universums stehen muss. «Ich bezahle nur, was ich nutze», lautet das egoistische Prinzip, welches die Grundlage für die Zerstörung der Solidarität bildet, auf welcher unsere Gesellschaft aufgebaut ist.

Für die Auswirkung ist es bedeutungslos, ob Solidarität und Staat mit Absicht demontiert werden, oder ob dies lediglich in Kauf genommen wird. Auf jeden Fall wird das Gleichgewicht zerstört, das die Stärke unseres Landes ausmacht.

Der Wert der Gesellschaft

In den Stammtischdebatten gibt es populistische Reflexe: den Staat als Wucherer beschreiben, der unrechtmässige Gewinne macht oder unnütze Aktivitäten ausübt. Man kann den Wert der Gesellschaft nicht auf die Summe von Einzelinteressen und die Demokratie auf eine Ansammlung von egoistischen Konsumentinnen und Konsumenten reduzieren. Eine eingeschränkte Sicht nur auf uns selbst gefährdet wichtige Werte wie Gemeinwohl als Summe des Wohls aller einzelnen Bürger, Menschlichkeit und Integrität. Statt Rücksichtlosigkeit, betriebswirtschaftliche Effizienz und kurzfristiges Denken brauchen wir ein Denken in volkswirtschaftlichen Zusammenhängen, Fairness und Nachhaltigkeit.

Um diese Grundeinstellung wieder vermehrt zu stärken, ist es notwendig, Erfahrung zu sammeln unterschiedliche Ansichten kennen zu lernen, sowie sozialen Austausch zu pflegen. Durch Widerspruch und partnerschaftlichen Dialog über unterschiedliche Ansichten sowie Vernetzung und Befruchtung mit alternativen Initiativen wird die eigene Haltung relativiert und bessere Lösungen für die Probleme von heute und morgen gefunden. Wir brauchen wieder eine Diskussionskultur, um vom Ich-Fokus wegzukommen und wieder das Wohl der Allgemeinheit, der Gemeinschaft zu fördern. Dies mag im Widerspruch zum Neoliberalismus stehen. Aber es besteht die Tendenz, uns in egozentrische und amoralische Rechenmaschinen zu verwandeln, um am Markt uneingeschränkt effizient handeln und grösstmögliche Kapitalrenditen erzielen zu können. Dieses Kurzfristdenken können wir uns nicht leisten.

Der Wert der Informationen

Wir sollten nicht nach einem bestimmten Modell funktionieren. Wir können «Nein» sagen, wir haben eine Wahl. Anhand von unzähligen Beispielen können wir sehen, dass aktuell genau dieses Abwägen und Auswählen gefährdet ist. Dabei kommt der Informationsbeschaffung und -verteilung grosse Bedeutung zu. Allzu oft werden jedoch Informationen mit dem Fokus auf die erzielbaren Clickrates generiert, Eigeninteressen und Profilierungssucht dominieren. Wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass Informationen durch eigene mentale Modelle verfälscht wahrgenommen werden. Umso mehr ist es notwendig, ökonomische Zusammenhänge in unserer Gesellschaft im Sinne des Gemeinwohls wieder verständlich zu machen. So sind die Bürger über die Folgen ihrer Handlungen besser informiert und können verantwortlich handeln.

Die SKO setzt sich als Vermittlerin zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden ein. Im Sinne der ausgeführten Gedanken fordern wir Respekt in der Debatte auch gegenüber anderen Meinungen und vermehrt den Blick aus das gesamte Wohlergehen und weniger auf individuelle Vorteile zu richten.

Die Schweizer Kader Organisation SKO

Die Schweizer Kader Organisation SKO vertritt die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Interessen der Führungskräfte in der Schweiz. Der Verband ist parteipolitisch unabhängig. Er versteht sich als Kompetenzzentrum für Führungskräfte aller Branchen und offeriert seinen Mitgliedern zahlreiche Dienstleistungen in den Bereichen Weiterbildung, KarriereService, Rechtsdienstleistung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.

Die Mitglieder erhalten Zugang zu einem wertvollen nationalen und regionalen Kontakt- und Beziehungsnetzwerk. Die SKO hat Tradition und Gewicht: 1893 als «Schweizerischer Werkmeister-Verband» gegründet, zählt sie heute gegen 12'000 Mitglieder, und ist seit 2009 Vollmitglied der CEC European Managers, des Dachverbandes aller europäischen Kaderverbände, mit Sitz in Brüssel. Als 8. NPO und als 1. Berufsverband in der Schweiz ist die SKO seit 2005 nach dem «NPO-Label für Management Excellence» zertifiziert, herausgegeben von SQS und des Verbandsmanagement Instituts VMI der Universität Fribourg. www.sko.ch

Rückfragen

Jürg Eggenberger, Geschäftsleiter
Schweizer Kader Organisation SKO
T +41 43 300 50 50
j.eggenberger@sko.ch

Schweizer Kader Organisation SKO
Postfach, 8042 Zürich
Schaffhauserstrasse 2, CH-8006 Zürich
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