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SKO Schweizer Kader Organisation

Qualifizierungsoffensive in der beruflichen Grundbildung - SKO fordert Konzentration der Kräfte

Zürich (ots) - Der Bund unternimmt bereits sehr viel für das optimale Ausschöpfen des einheimischen Arbeitskräftepools. Das ist mit allen Kräften zu unterstützen, voranzutreiben und zu einer Qualifizierungsoffensive zu bündeln. Weitergehende Aktivitäten - wie von den Motionären verlangt - hält die Schweizer Kader Organisation SKO momentan nicht für notwendig.

Zentrales Anliegen jeder Massnahme im Sinne einer Qualifizierungsoffensive muss die Arbeitsmarktbefähigung sein. Die SKO bezweifelt die Notwendigkeit und die Zweckmässigkeit eines speziellen Fonds sowohl aus Bildungs- als auch Finanzpolitischen Gründen.

Alle sind sich einig: Das Potenzial an inländischen Fachkräften muss bestmöglich genutzt werden. Dieses Ziel hat mit der Annahme der Initiative zur Begrenzung der Zuwanderung vom 9. Februar 2014 noch an Bedeutung gewonnen. Auf Bundesebene hat die Verwaltung bereits verschiedene Projekte initiiert. Aber es liegen auch mehrere politische Vorstösse auf dem Tisch. So fordern zwei Motionen, einen Fonds einzurichten, mit welchem der Bund die Kantone bei einer mehrjährigen Qualifizierungsoffensive im Berufsbildungsbereich insbesondere in der beruflichen Grundbildung unterstützt.Die SKO bezweifelt die Notwendigkeit und die Zweckmässigkeit eines speziellen Fonds sowohl aus Bildungs- als auch Finanzpolitischen Gründen:

Ohne Zweifel sind Nach- und Höherqualifizierungen von Erwachsenen sowie das Erwerben und Erhalten von Grundkompetenzen wichtig. Zentrales Anliegen jeder Massnahme im Sinne einer Qualifizierungsoffensive muss die Arbeitsmarktbefähigung sein. Das bedeutet konkret, dass die Grundbildung bedarfs- und nachfragegerecht ergänzt beziehungsweise ausgebaut werden muss. Auch müssen die Massnahmen sowohl für Absolvierende im Hinblick auf ihre Arbeitsmarktchancen als auch für Arbeitgeber im Hinblick auf die Produktivität einen erkennbaren Mehrwert leisten. Wird dieser Fokus gesetzt, wird das duale Bildungssystem gestärkt und die Diskussion um die "Verakademisierung" der Arbeitswelt erübrigt sich.

Massnahmen bereits eingeleitet

Die vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung Innovation (SBFI) lancierten Projekte zielen in diese Richtung, so zum Beispiel der Bericht «Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene». Im Übrigen verfügt das Berufsbildungssystem über genügend geeignete Steuerungsmöglichkeiten. Im Berufsbildungsgesetz, den BFI-Botschaften und im Weiterbildungsgesetz sind Mittel und Wege vorgesehen, um Nachholbildung zu unterstützen. Es macht Sinn, dass der Bund Fragen rund um die berufliche Grundbildung Erwachsener umfassend angeht: Die Thematik soll in den politischen Zielen verankert, der Ausbau und die Entwicklung erwachsenengerechter Angebote gefördert, die Information mit einem gesamtschweizerischen Konzept verbessert und Fragen rund um Finanzierung und Begleitung sollen geklärt werden. Begleitende Studien geben näher Aufschluss über die Zielgruppen, das Potenzial, die Hürden und die Erfolgsfaktoren. Diese Massnahmen tragen dazu bei, die Rahmenbedingungen für Berufsabschlüsse und Berufswechsel für Erwachsene effizient und erwachsenengerecht zu gestalten, damit die Abschlussquote erhöht werden kann.

Deshalb lehnt die Schweizer Kader Organisation SKO Einzelbeschlüsse wie die vorgeschlagenen Motionen für eine Qualifizierungsoffensive ab. Entsprechende Massnahmen sind bereits im Rahmen des SBFI-Projekts und der Fachkräfteinitiative enthalten, weitere Einzelbeschlüsse verkomplizieren deren Umsetzung.

Der Bundesrat wird im Rahmen der laufenden Arbeiten zur Fachkräfteinitiative zudem prüfen, ob die bestehende Finanzierung Lücken aufweist, um das angestrebte Ziel einer kostenlosen ersten Berufsbildung für alle Jugendlichen und Erwachsenen zu erreichen. Falls diese Abklärungen einen zusätzlichen Bedarf nach finanzieller Unterstützung seitens des Bundes ergeben sollten, ist die Finanzierung von weiteren Bildungsmassnahmen im Rahmen der nächsten BFI-Botschaft 2017-2020 vorzunehmen.

Die Schweizer Kader Organisation SKO

Die Schweizer Kader Organisation SKO vertritt die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Interessen der Führungskräfte in der Schweiz. Der Verband ist parteipolitisch unabhängig. Er versteht sich als Kompetenzzentrum für Führungskräfte aller Branchen und offeriert seinen Mitgliedern zahlreiche Dienstleistungen in den Bereichen Weiterbildung, KarriereService, Rechtsdienstleistung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.

Die Mitglieder erhalten Zugang zu einem wertvollen nationalen und regionalen Kontakt- und Beziehungsnetzwerk. Die SKO hat Tradition und Gewicht: 1893 als «Schweizerischer Werkmeister-Verband» gegründet, zählt sie heute gegen 12'000 Mitglieder, und ist seit 2009 Vollmitglied der CEC European Managers, des Dachverbandes aller europäischen Kaderverbände, mit Sitz in Brüssel. Als 8. NPO und als 1. Berufsverband in der Schweiz ist die SKO seit 2005 nach dem «NPO-Label für Management Excellence» zertifiziert, herausgegeben von SQS und des Verbandsmanagement Instituts VMI der Universität Fribourg. www.sko.ch

Kontakt:

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Jürg Eggenberger
Geschäftsleiter
T +41 43 300 50 50
j.eggenberger@sko.ch

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Postfach, 8042 Zürich
Schaffhauserstrasse 2, CH-8006 Zürich
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