AGILE Behinderten-Selbsthilfe

AGILE zum Behinderten-Gleichstellungsgesetz: Wüsten und Oasen

    Bern (ots) - Als Wüste mit Oasen nimmt AGILE, der Dachverband der Behinderten-Selbsthilfeorganisationen, aus der Perspektive der Betroffenen das heute vom Ständerat verabschiedete Gleichstellungsgesetz wahr.

    Wüsten sind vor allem die zentralen Bereiche Bildung und Berufswelt, wo keine Gleichstellungsmassnahmen vorgesehen sind. Ebenfalls lebensfeindlich präsentiert sich die Bestimmung über die Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude: nur Neubauten oder Gebäude, die in grossem Umfang renoviert werden, müssen laut dem Gesetz Behinderten zugänglich sein. So werden Menschen im Rollstuhl wohl noch lange Jahre die Debatten des Ständerates im Bundeshaus nicht von der Tribüne aus verfolgen können. Als Oase kann unter anderem das Beschwerderecht für betroffene Personen und Behindertenorganisationen betrachtet werden.

    AGILE betrachtet der Gesetzesentwurf auf dem heutigen Stand für ungenügend und fordert den Nationalrat auf, erhebliche Verbesserungen anzubringen. Im übrigen betrachtet sie die von ihr unterstützte Volksinitiative "Gleiche Rechte für Behinderte" als wichtigen zweiten Pfeil im Köcher.

ots Originaltext: AGILE
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