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Offizielle Stellungnahme Tunesiens zu den Attentaten in New York

Der tunesische Präsident Ben Ali wiederholt seine Verurteilung der Attentate gegen die USA und seine Opposition zum Terrorismus in all seinen Formen

    Tunis (ots) - Der tunesische Präsident Zine El Abidine Ben Ali hat der österreichischen Tageszeitung "Wiener Zeitung" ein Interview gewährt, das von den Nachrichtenagenturen übernommen wurde und in dem er die vielen erlassenen Warnungen betreffend den Gefahren, die der religiöse Fundamentalismus repräsentiert, bekräftigt. "Nichts, absolut nichts kann die kriminellen Attacken, die in den USA so viele Opfer gefordert haben, rechtfertigen", hat der Präsident Ben Ali bekräftigt. Tunesien beabsichtigt auch die Touristen und Investoren zu versichern, indem auf die charakteristische Toleranz ihrer Bevölkerung, wo muslimische Mehrheiten und christliche, jüdische und andere religiöse Minderheiten in Harmonie zusammenleben, aufmerksam gemacht wird.

    "Wir haben an alle Nationen appelliert, mit dem Ziel, gemeinsame Aktionen zur Bekämpfung des Terrorismus durchzuführen und jegliche Unterstützung an Personen, die in terroristischen Akten verwickelt sind oder sie ermutigen, zu verhindern", hat der tunesische Präsident bekräftigt und "die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Terrorismus, des Extremismus und des Fanatismus" unterstrichen.

    Betreffend den Risiken eines Aufkommens des religiösen Fanatismus in seinem Land erklärt der Präsident Ben Ali: "Dieses Kapitel (religiöser Extremismus) ist endgültig geschlossen... Wir haben eine Strategie auf die Beine gestellt, die sich den Wurzeln des sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Extremismus entgegensetzt. Und wir haben die Ansprüche des Staates als einziger Beschützer der Religion deutlich erhoben und er alleine muss für sie Sorge tragen. Niemand sonst ist bewilligt, die Rolle des Repräsentaten für sich in Anspruch zu nehmen oder die Religion als Maske oder als Alibi zu anderen Zwecken zu verwenden."

    Was den Pluralismus und die Demokratie betrifft, hat der Präsident Ben Ali weiter beteuert: "Die Demokratie ist für uns ein unumkehrbarer Prozess. Wir sind auch fest entschlossen, die Demokratie vor dem Extremismus, der Gewalt und dem Radikalismus zu beschützen, damit das Erreichte bewahrt werden kann."

    Seit seiner Machtübernahme im November 1987, haben der Präsident Ben Ali und die aufeinanderfolgenden Regierungen viele wirtschaftliche und soziale Reformen durchgeführt. Die tunesische Frau ist voll integriert und nimmt aktiv am Fortschritt und an der Entwicklung des Landes teil. Die Schulbesuchsquote sowie das Pro-Kopf-BIP (2'223 dollars im Jahre 1999, Quelle: IWF) sind deutlich höher als in den Nachbarstaaten. Die Mittelklasse vertritt 80% der tunesischen Bevölkerung, die 9 Millionen Einwohner hat.

ots Originaltext: AZconsulting
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