Pro Senectute

Hinschauen bei einem Demenzverdacht

Hinschauen bei einem Demenzverdacht
Hinschauen lohnt sich. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100002565 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Pro Senectute"

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Yverdon-les-Bains / Zürich (ots) - Schuhe im Kühlschrank oder Wienerli im Zahnglas: Das Verlegen von Gegenständen kann ein Anzeichen für eine beginnende Demenz sein. Die Sensibilisierungskampagne von Alzheimervereinigung und Pro Senectute fordert zum Hinschauen auf - denn mit einer frühen Diagnose und der richtigen Unterstützung ist ein gutes Leben mit Demenz möglich. www.memo-info.ch gibt umfassend Auskunft.

Ab dem 16. Mai 2016 ist die Sensibilisierungskampagne «Demenz kann jeden treffen.» der Schweizerischen Alzheimervereinigung und von Pro Senectute Schweiz bereits zum dritten Mal im öffentlichen Raum präsent. Die beiden Organisationen setzen mit der Kampagne einen Auftrag im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie 2014-2017 um.

Gut leben mit Demenz

Demenz ist heute nicht heilbar, aber behandelbar. Aus Angst vor der Gewissheit oder weil sie die Anzeichen nicht ernst nehmen, zögern viele Betroffene einen Arztbesuch hinaus. Damit verlieren sie wichtige Zeit für eine Behandlung, aber auch für einen bewussten Umgang mit der Krankheit. Neben therapeutischen Massnahmen ist es für den Erhalt der Lebensqualität wichtig, dass sich Betroffene und ihre Angehörigen über Demenz informieren, sich mit den Einschränkungen befassen und Unterstützung organisieren.

Die neuen Kampagnensujets zeigen irritierende Alltagssituationen, in denen eine gewohnte Ordnung durch einen am falschen Ort deponierten Gegenstand gestört wird - zum Beispiel einen Stapel Teller im Kleiderschrank. Solche oder ähnliche Situationen erleben Menschen mit einer beginnenden Demenz und deren Angehörige regelmässig. Die Kampagne fordert dazu auf, diese Anzeichen ernst zu nehmen und sich auf www.memo-info.ch zu informieren. «Hinschauen lohnt sich» lautet die dazugehörige Botschaft.

Herausforderung für die Gesellschaft

Demenz ist aber nicht nur für die Erkrankten und ihre Angehörigen eine Herausforderung, sondern für die ganze Gesellschaft. Mit der zunehmenden Alterung nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz zu, von heute 119'000 auf voraussichtlich 300'000 im Jahr 2050. Darauf muss sich unser Gesundheitssystem, aber auch die ganze Gesellschaft vorbereiten.

Studien zeigen, dass die Bevölkerung zu wenig über Demenz weiss und sich im Umgang mit der Krankheit und mit Betroffenen unsicher fühlt. Hier setzt die Kampagne an: Sie thematisiert Demenz öffentlich, vermittelt die wichtigsten Informationen und zeigt mit Beispielen auf, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mit der richtigen Unterstützung gut mit der Krankheit leben können. Die dazugehörige Informationsplattform www.memo-info.ch erklärt die Vorteile einer frühen Diagnose, listet mögliche Anzeichen auf oder bietet mit Adressen und Telefonnummern von Beratungsstellen Orientierungshilfe. Damit trägt die Kampagne dazu bei, Ängste abzubauen und ermutigt die Betroffenen und ihre Angehörigen, mit ihrer Umwelt in Kontakt zu bleiben.

Kontakt:

Schweizerische Alzheimervereinigung
Susanne Bandi
Tel. 079 344 11 75

Pro Senectute Schweiz
Judith Bucher
Tel. 079 458 39 49



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