Pro Senectute

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Pro Senectute: Nationale Fachtagung «Über 80 - Unterschätzt», 15.05.2014, Biel: Wilhelm Schmid - deutscher Philosoph und Bestsellerautor - preist vor 500 Fachpersonen die Gelassenheit als Gewinn des Alters / Fotograf: Frederic Meyer / Copyright: Pro Senectute Schweiz / Bilder für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter ...

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Zürich und Biel (ots) - Über 500 Fachpersonen aus Gerontologie, Politik, Wirtschaftskreisen und Medien diskutierten an der nationalen Tagung «Über 80 - Unterschätzt» unter welchen Voraussetzungen ein so hohes Alter erstrebenswert ist. Das Fazit: Die Alterungsdiskussion wird zu eng und mit einseitigem Fokus auf die Pflege- und Rentenkosten geführt. Was ältere Menschen selbst denken, bleibt häufig auf der Strecke - was den Wert des hohen Alters ausmacht, ebenso.

Jugendliche mit Geburtsjahr 2000 haben eine Lebenserwartung von rund 100 Jahren. Im Jahr 2060 werden in der Schweiz weit über 1 Million Menschen im Alter 80plus leben. Die Schweiz kommt nicht darum herum, sich mit dem hohen Alter zu beschäftigen. Pro Senectute als grösste Altersorganisation der Schweiz lancierte heute die Debatte zu den Rahmenbedingungen, die ein hohes Alter erleichtern und wünschenswert machen. Bilanz des Anlasses: Der Blickwinkel auf die Kosten greift zu kurz. Ein hohes Lebensalter ist nicht durchwegs mit Pflegebedürftigkeit gleichzusetzen. Obwohl das Risiko mit steigendem Alter wächst, benötigt z.B. lediglich ein Drittel der 85-Jährigen Pflege. Mit dem Reformpaket «Altersvorsorge 2020» liegt zudem ein ausgewogener Lösungsansatz vor, der eine wichtige und tragfähige Grundlage für die Finanzierung der Sozialwerke legen könnte.

Alt werden wollen alle, alt sein möchte hingegen niemand!

Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz: «Wenn die Gesellschaft über das hohe Alter spricht, ist dies eine eher abstrakte Grösse. Jeder von uns hat konkrete Erfahrungen gemacht, die den Wert des hohen Alters aufzeigen. Ich denke z.B. an meine Gotte, eine Frau, die bis ins hohe Alter regelmässig alleine wandern ging. Sie schöpfte daraus innere Ruhe und Zufriedenheit.»

«Wenn wir von alten Menschen sprechen», so Schärer weiter, «dann geht es immer auch um unsere Zukunft. Die heutigen Entscheide stellen die Weichen für unser eigenes Alter. Ich bin froh zu wissen, dass es Hilfen gibt, die ein selbständiges Alter in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Für meine Kinder wünsche ich mir, dass auch Ihnen dereinst die nötige Beratung, Hilfe und Unterstützung jederzeit zur Verfügung steht. Dafür setze ich mich schon heute ein.»

Kontakt:

Pro Senectute Schweiz
Judith Bucher, Medienverantwortliche
Telefon: 044 283 89 57
E-Mail: medien@pro-senectute.ch
www.pro-senectute.ch


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