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Beobachter: BSV-Chef will weniger IV-Fälle

Zürich (ots) - Der Invalidenversicherung soll der Hahn zugedreht werden. Gegenüber dem Beobachter spricht Yves Rossier, Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen, Klartext: Er will "2000 bis 3000 IV-Fälle weniger pro Jahr". Die Invalidenversicherung (IV) hängt in der Intensivstation am Tropf: Sie hat neun Milliarden Franken Schulden - und jedes Jahr kommt eine Milliarde dazu. Sie muss dringend saniert werden. Am 17. Juni stimmt das Volk über die 5. IV-Revision ab. Bei einem Nein "wird die IV in ihrer Existenz bedroht", sagt Yves Rossier, Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV), in einem Interview gegenüber dem Beobachter. Der 46-jährige BSV-Chef kritisiert, dass "die IV über Jahre zur Rentenverwaltungsanstalt geworden ist - statt zur Eingliederungsversicherung, die sie sein sollte". Rossier will rigoros sparen und den Zugang zur IV-Rente erschweren. Seine Forderung: "2000 bis 3000 Fälle weniger pro Jahr. Wo es Aussicht auf eine Eingliederung gibt, soll eingegliedert werden, statt wie bisher eine Rente zu sprechen." Im Visier hat Rossier unter anderem Fälle von Schleudertrauma. Seine rhetorische Frage: "Soll man eine lebenslange Rente sprechen nur aufgrund einer subjektiven Einschätzung des Patienten? Zudem lindert eine IV-Rente keine Leiden. Es kann sogar sein, dass Betroffene weniger leiden, wenn sie arbeiten, als wenn sie zu Hause sind." ots Originaltext: Beobachter Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Thomas Roth, Stv. Chefredaktor Tel.: +41/43/444'52'06 Christoph Schilling, Redaktor Tel.: +41/43/444'52'13 Die aktuelle Beobachter-Ausgabe ist ab 16. März am Kiosk.

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