Alpen-Initiative

Kontrolliert die Lastwagen, schützt die Alpen! Aufruf an Doris Leuthard.

Jon Pult (Bildmitte), Präsident der Alpen-Initiative, lanciert in Frauenfeld den Appell an Bundesräti Doris Leuthard.

Altdorf (ots) - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, die Lastwagen intensiver zu kontrollieren. So kann die Sicherheit auf den Strassen erhöht und für gleiche Wettbewerbsbedingungen im umkämpften Transportmarkt gesorgt werden. Davon profitiert die Bahn. Gewinnt sie Marktanteile hinzu, verringert sich die Zahl der alpenquerenden Lastwagen weiter - und davon profitieren die Alpen. Die Mitglieder der Alpen-Initiative haben an ihrer Versammlung in Frauenfeld einen entsprechenden Aufruf an Verkehrsministerin Doris Leuthard lanciert.

Die Alpen leiden als hoch sensibles Ökosystem speziell unter dem Transitverkehr. Um sie besser zu schützen, müssen die Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene verlagern werden. Das funktioniert nicht, wenn die Schiene gegenüber der Strasse benachteiligt ist. Für beide müssen die gleichen Marktbedingungen gelten. Bei der Sicherheit ist das nicht der Fall. So sind viele Lastwagen auf unseren Strassen unterwegs, die in schlechtem Zustand sind oder gegen Vorschriften verstossen. Auf der Nord-Süd-Transitachse beispielsweise fielen bei Kontrollen in Uri knapp ein Drittel der überprüften Fahrzeuge wegen gravierender Mängel durch! Beim Schienenverkehr hingegen überprüft ein Netz aus hunderten von Kontrolleinrichtungen die Radlast, das Profil oder die Temperatur der Räder von Güterwagen.

«Der Bundesrat darf diese Situation nicht länger dulden und muss dafür sorgen, dass auf der Strasse in Zukunft vermehrt kontrolliert wird. Nur ein dichteres Kontrollnetz kann bewirken, dass die Transportunternehmen vermehrt auf die Bahn setzen. Lastwagenkontrollen sind deshalb eine wichtige Massnahme, um die alpenquerenden Güter von der Strasse auf die Schiene zu verlagern», sagt Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative.

Die Alpen-Initiative fordert in ihrem Aufruf an Doris Leuthard:

   1. Ausbau des Kontrollnetzes für Lastwagen
   2. Rasche Realisierung des Kontrollzentrums im Tessin
   3. Jährliche Publikation der Kontrollresultate
   4. Massnahmen gegen Manipulationen an der Abgasanlage 

Eine repräsentative Umfrage hatte Anfang 2017 gezeigt, dass 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung wollen, dass wie im Gesetz vorgesehen jährlich maximal 650'000 oder weniger Lastwagen die Schweizer Alpen durchqueren. Eine klare Mehrheit befürwortet auch zusätzliche Massnahmen. Die Intensivierung der Lastwagenkontrollen wäre eine solche Massnahme!

Die Bevölkerung ist eingeladen, den Aufruf zu unterschreiben: www.alpeninitiative.ch/aufruf

Kontakt:

Jon Pult, Präsident Alpen-Initiative, 076 508 16 33
Manuel Herrmann, Leiter Alpenschutzpolitik, 078 765 61 16



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