Alpen-Initiative

Das Lastwagenjahr ist um. Wir feiern deshalb Silvester - obwohl es uns nicht ums Feiern ist.

Das Lastwagenjahr ist um. Wir feiern deshalb Silvester - obwohl es uns nicht ums Feiern ist.
Mit dieser Postkarte macht die Alpen-Initiative die Politikerinnen und Politiker in Bern sowie in den Alpenkantonen Graubünden, Uri, Tessin und Wallis auf das verpasste Zwischenziel bei der Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene aufmerksam.

Altdorf (ots) - Der Millionste: In diesem Jahr haben bereits eine Million Lastwagen die Schweizer Alpen durchquert. Gemäss geltendem Gesetz ist das die maximal zulässige Zahl für 2011. Sie wird in den nächsten drei Monaten weit überschritten werden. Die Alpen-Initiative hat mit vier Aktionen in den Alpenkantonen Graubünden, Uri, Tessin und Wallis auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Sie fordert den Bundesrat auf, endlich griffige Massnahmen zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zu beschliessen und die Verfassung zu respektieren.

Würden Bundesrat und Parlament den Volkswillen beachten und das Schweizer Gesetz einhalten, so wäre das Lastwagenjahr 2011 bereits um - das Kontingent ist ausgeschöpft. Doch der Schwerverkehr rollt weiter uneingeschränkt durch die Schweiz. "Auf der Schiene wäre genug Platz, um den Mehrverkehr an Güterzügen aufzunehmen, das hat selbst der Bundesrat bestätigt", sagte Alf Arnold, Geschäftsführer der Alpen-Initiative, in Erstfeld UR. Die Mehrheit des Parlaments aber behauptet ständig das Gegenteil. "Dieses Argument der zu geringen Kapazitäten wird benutzt, um den fehlenden politischen Willen zur Verlagerung zu kaschieren", führte Alf Arnold weiter aus. Thomas Burgener, Vorstandsmitglied der Alpen-Initiative und ehemaliger Walliser Staatsrat, betonte, dass die anstehende Sanierung des Gotthard-Strassentunnels die Chance biete, mit der Verlagerung endlich ernst zu machen.

Bundesrat und Parlament haben es bis heute versäumt, effiziente Massnahmen wie zum Beispiel eine Alpentransitbörse zu beschliessen. Damit aber könnte die Zahl der Transitlastwagen halbiert, die Sicherheit auf den Autobahnen erhöht und die Lebensqualität entlang der Transitachsen klar verbessert werden. Mit einer "Silvester"-Postkarte zur Unzeit erinnert die Alpen-Initiative die Politikerinnen und Politiker im Bundeshaus und in den Alpenkantonen direkt an ihren Auftrag, den Güterverkehr auf die Schiene zu bringen.

Kontakt:

Alf Arnold, Geschäftsführer Alpen-Initiative, 079 711 57 13
Thomas Burgener, Vorstand Alpen-Initiative, 079 449 56 15
Carlo Lepori TI, Vorstand Alpen-Initiative 079 372 35 95
Brigitte Wolf VS, Vorstand Alpen-Initiative 079 456 95 54
Stefan Grass GR, Vorstand Alpen-Initiative 081 250 67 22


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