Alpen-Initiative

Sanierung des Gotthard-Strassentunnels: Weniger Staus und kürzere Bauzeit dank LKW-Verlad

    Altdorf (ots) - Die Alpen-Initiative empfiehlt eine Aufhebung der Tunnelsperre in den Sommermonaten. Die Bauzeiten können verkürzt werden, wenn die Lastwagen zukünftig nicht mehr durch den Strassentunnel fahren dürfen.

    Die SonntagsZeitung berichtet heute, dass der Gotthard-Tunnel für die Sanierung rund 1000 Tage gesperrt werden müsse. Das bedeutet eine Vollsperrung während 3 Jahren oder vorübergehende Schliessungen von 180 oder 280 Tagen während 5 bis 6 Jahren. Die Alpen-Initiative freut sich darüber, dass der Bund offenbar ihren Vorschlag aufgenommen hat, den Strassenverkehr während dieser Zeit über einen Autoverlad für Personenwagen und eine Rola für Lastwagen abzuwickeln.

    Der Gotthardverkehr ist sehr jahreszeitenabhängig. Während in den Ferienmonaten Juli und August jeweils mehr als 700'000 Fahrzeuge (inkl. Lastwagen) durch den Tunnel rollen, sind es in den Monaten November bis März weniger als 400'000 und in den Übergangszeiten je um die 550'000. Wenn die Lastwagen durch den Basistunnel transportiert werden, so muss der Autoverlad Göschenen - Airolo folglich noch maximal 650'000 Personenwagen bewältigen können.

    Das Konzept der Alpen-Initiative sieht vor, dass die Autozüge im 8- bis 12-Minuten-Takt verkehren und pro Stunde bis zu 1200 Personenwagen (600 pro Richtung) transportieren können. Die Nachfrage in den Sommermonaten wird das Angebot übersteigen - genau wie heute auf der Strasse. Die Alpen-Initiative empfiehlt deshalb, die Sperrung jeweils während den Sommermonaten aufzuheben und die Bauarbeiten im Tunnel auf die verkehrsschwächeren Monate zu konzentrieren.

    Wird der provisorische LKW-Verlad im Basistunnel auch während den Sommermonaten aufrecht erhalten, so können die Staus sogar im Vergleich zu heute reduziert werden: zum einen weil keine LKWs durch den Tunnel fahren, zum andern weil  auf das sicherheitsbedingte Dosiersystem ganz oder weitgehend verzichtet werden kann.

    Die Bauzeiten sollen insgesamt möglichst kurz gehalten werden. Es ist deshalb noch einmal genau zu überlegen, für welchen Verkehr der Tunnel restauriert werden soll. Die Alpen-Initiative fordert aus Sicherheitsgründen seit Jahren ein LKW-Fahrverbot im Gotthardtunnel. Wird dieses für den renovierten Tunnel definitiv erlassen, so kann auf die Anhebung der Zwischendecke verzichtet werden, die Lüftung wie auch das Entwässerungssystem könnten kleiner und einfacher dimensioniert werden. Durch ein LKW-Fahrverbot wird die Sicherheit für die übrigen VerkehrsteilnehmerInnen massiv erhöht, eine LKW-Brandkatastrophe wie 2001 ist nicht mehr möglich.

Kontakt:
Alf Arnold, Geschäftsführer, 079 - 711 57 13
Fabio Pedrina, Präsident 079 - 249 29 42



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