EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Kaufverträge unterzeichnet: EnBW und Eni erwerben gemeinsam die Gasversorgung Süddeutschland GmbH (GVS)

    Karlsruhe (ots) -

    Starke Allianz für den deutschen Gasmarkt - Fairer Partner für
    Kommunen und Stadtwerke
    
    Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und die Eni SpA erwerben
über ihr gemeinsames Gasmarkt-joint venture 62,22 Prozent an der
Gasversorgung Süddeutschland GmbH (GVS). Am Donnerstagabend wurden
entsprechende Kaufverträge zwischen dem Land Baden-Württemberg, das
bislang 25 Prozent der GVS-Anteile hielt, sowie sechs kommunalen
Gesellschaftern, die in der Summe 37,22 Prozent an GVS besassen, und
den Käufern EnBW und Eni unterzeichnet. Mit zwei Gesellschaftern, die
zusammen 4,38 Prozent der GVS-Anteile halten, wurden
Optionsvereinbarungen über diese Geschäftsanteile abgeschlossen.
Weiterhin beabsichtigt das Joint venture von EnBW und Eni, den 33,4
Prozent-Anteil, den die zum EnBW Konzern gehörende Neckarwerke
Stuttgart AG (NWS) an GVS hält, zu erwerben. Dadurch würde sich der
Anteil des Joint venture an der GVS auf 95,62 Prozent erhöhen.
Sämtliche Verträge stehen unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die
zuständigen Kartellbehörden - womit die Vertragspartner im Verlauf
des Sommers rechnen.
    
    EnBW Vorstandsmitglied Pierre Lederer bekräftigte bei der
Vertragsunterzeichnung die Absicht, die GVS zu einem aktiven
Mitgestalter des liberalisierten Gasmarktes in Deutschland zu
entwickeln. Durch die Bündelung der Stärken von EnBW
(Partnerschaftskonzept, Kommunalverständnis und Vertriebskompetenz in
Deutschland) und Eni (Bezugs- und Transportkompetenz sowie den
Rückgriff auf eigenes Gas) werde eine starke Allianz für Deutschland
geschaffen. Den Kommunen und deren Stadtwerken werde die Kooperation
aus Eni, EnBW und GVS ein fairer und kompetenter Partner sein.
    
    "Wir freuen uns sehr, dass wir heute mit unserem Partner EnBW den
Erwerb der Gasversorgung Süddeutschland abgeschlossen haben",
erklärte der Chief Executive Officer von Eni, Vittorio Mincato. "Für
Eni ist dies ein wichtiger Schritt für den Ausbau des Gasgeschäfts in
einem Markt von der Grösse Deutschlands. Es handelt sich um die
vierte wichtige Transaktion, die wir erfolgreich abwickeln; nach
unserem Eintritt in den portugiesischen Markt, wo wir 33,34 Prozent
der GALP erworben haben, nach den kommerziellen Vereinbarungen in
Spanien, wo die Lieferung von 1,5  Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr
für eine Laufzeit von mehr als zehn Jahren bereits begonnen hat, und
nach der Vereinbarung der Lieferung von bis zu 16 Milliarden
Kubikmeter Gas pro Jahr in die Türkei, die zusammen mit Gazprom über
die soeben fertig verlegte Pipeline BlueStream gewährleistet wird".
    
    Die Gasversorgung Süddeutschland GmbH (Stuttgart) beliefert über
ihr 1.881 Kilometer langes Fernnetz direkt und indirekt rund 750
Städte und Gemeinden. Im Geschäftsjahr 2000/2001 erwirtschaftete die
GVS bei einem Absatz von 74.223 Gigawattstunden (GWh) einenUmsatz von
rund 1,7 Milliarden Euro.
    
    Eni SpA (Rom), eines der führenden Energieunternehmen der Welt,
konnte im Jahr 2001 bei einem Umsatz von 48,9 Milliarden Euro einen
Jahresüberschuss von 7,8 Milliarden Euro erzielen. Im Gasgeschäft
verfügt Eni wie kaum ein anderes Unternehmen über ein mehrere
Kontinente umspannendes Netzwerk eigener Förder- und
Produktionsanlagen, gesicherter Bezugsquellen und Transportnetze.
    
    Die EnBW Gruppe ist mit mehr als 4,5 Millionen Energiekunden,
einem Jahresumsatz von 7,9 Milliarden Euro und einem Jahresüberschuss
von 272 Millionen Euro (2001) eines der am schnellsten wachsenden
Unternehmen in Deutschland und den liberalisierten europäischen
Energiemärkten.
    
ots Originaltext: EnBW Energie Baden-Württemberg AG
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