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Disneyfans weltweit trauern um Romano Scarpa

    Berlin (ots) - Der große Disney-Künstler Romano Scarpa verstarb am 23. April in Fuengirola, Spanien. Mit ihm geht eine Ära zu Ende, die viele die "Heilige Dreeinigkeit" der Disney-Zeichner nannten. Wenn Floyd Gottfredson der "Vater" war, der die Grundlagen schuf, war Carl Barks der "Sohn", der darauf aufbauend den Vater noch übertreffen sollte. Romano Scarpa galt als der "Heilige Geist", der Mann, der das Disney-Universum mit seiner Fröhlichkeit inspirierte und unseren Glauben stärkte, dass das Disney-Universum auch außerhalb der Grenzen der Vereinigten Staaten und ohne den Einfluss der Disney-Studios in Burbank wachsen und gedeihen konnte.

    Der Italiener Romano Scarpa übernahm als Zeitgenosse von Gottfredson und Barks deren Erbe und reicherte die Welt der Enten und Mäuse durch neue Schöpfungen an wie beispielsweise Atömchen (Atomino Bip Bip) und Gitta Gans (Brigitta McBridge). Er hinterlässt einen riesigen Fundus von oft hoch komplexen, meist spannenden aber immer lustigen Abenteuern. Die Notwendigkeit, sich auf eine Charakterwelt zu beschränken, sah er dabei nie. Ihm machten Donald Duck und Micky Maus gleich viel Freude. Viel ist über die tausenden von Seiten, die er zeichnete geschrieben worden. Was sie so einzigartig machte, war Scarpas perfektes komisches Timing und seine Fähigkeit, Gefühle auszudrücken. Eine Scarpa-Geschichte liest man nicht einfach nur, man durchlebt sie mit den Augen der Darsteller.

    Genau so war auch seine Arbeitsweise. Sogar nach mehr als fünfzig Jahren als Comiczeichner, hatte er noch eine geradezu kindliche Begeisterung für die Disney-Charaktere bewahrt. Er hat seine Geschichten nicht einfach nur gezeichnet, er lebte und fühlte sie, was viele seiner Bewunderer immer dann erleben konnten, wenn er die besonders lustigen oder anrührenden Situationen nacherzählte. Sie konnten die Gefühle seiner Figuren an seinem Gesicht ablesen. Er war ein ungemein liebenwürdiger Mensch, der nie versuchte, sich hinter einer Schablone professioneller Distanz zu verstecken.

    Romano Scarpa wurde 77 Jahre alt und zeichnete bis kurz vor seinem Tod in Fuengirola, Spanien, als eine lange Krankheit ihn zwang, den Zeichenstift aus der Hand zu legen. Er hinterlässt seine Frau Sandra und seine Tochter Sabina.

    Die Beisetzung fand am 25. April in Fuengirola statt.

    Seine Schüler, seine Verlage und Millionen von Fans werden dafür Sorge tragen, dass sein Werk unvergessen bleibt.

    http://www.ehapa.de/comicnews/zeichner/romanoscarpa.html


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