Kantonsschule Riesbach

Übergabe der Petition an den Zürcher Kantonsrat im Rathaus Zürich am 28.1.02, 9.15 - 9.45

    Zürich (ots) - Text der Petition

    "Herr Buschor, Ihre Politik greift zu kurz!"

    Wir bitten den Kantonsrat, den regierungsrätlichen Antrag zur Aufhebung der Kantonsschule Riesbach abzulehnen, denn

    - Die Schliessung einer Kantonsschule an bester Zentrumslage ist bildungspolitisch kurzsichtig

    - Die Zerstörung einer jahrzehntelangen Schulkultur ist gesellschaftspolitisch bedenklich

    - Die Vorlage kommt in jeder Hinsicht teuer zu stehen

    Es gibt bessere Lösungen! Entgegen dem kantonsrätlichen Auftrag wurden keine Alternativen ausgearbeitet.

    Lehrerschaft und Schülerschaft der Kantonsschule Riesbach"

    Mit Pauken und Trompeten liefern wir heute die Ernte ab. Mehr als 15'000 Personen treten mit ihrer Unterschrift für die Erhaltung der Kantonsschule Riesbach ein. Sie protestieren mit uns als direkt Betroffenen gegen das Vorgehen der Bildungsdirektion und bitten den Kantonsrat, die Vorlage des Regierungsrates „Die Kantonsschule Riesbach wird aufgehoben" abzulehnen. Der Ball liegt jetzt beim Kantonsrat. Er wird nicht nur darüber entscheiden, ob eine Schule sinn- und grundlos zerstört werden soll, sondern letztlich auch darüber, ob in Zürich Bildungspolitik auf eine Weise betrieben werden kann, die den demokratischen Gepflogenheiten dieses Kantons diametral zuwiderläuft. Denn entgegen dem vom Kantonsrat fast einstimmig überwiesenen Postulat Guyer, Alternativen für die Schliessung der Kantonsschule vorzulegen, hat sich die Bildungsdirektion nach viermaliger Pirouette wieder für die ursprüngliche Variante - die Schliessung - entschieden. Die Vorlage wird von Herrn Buschor als „billige Lösung" präsentiert, Kostenpunkt der Verschiebung von drei Schulen: 15 Millionen!

    Der Start der Pädagogischen Hochschule Zürich auf den Herbst 2002 ist in jedem Fall gesichert, auch wenn die Kantonsschule Riesbach erhalten bleibt! Die von der PHZH gewünschten Räumlichkeiten stünden selbst nach einer Aufhebung der Schule erst ab Herbst 2003 und 2004 zur Verfügung und so entbehrt die Vorlage sachlich zwingender Gründe. Statt die Planungsfehler für die Raumbeschaffung der PHZH auf dem Buckel einer gut funktionierenden Schule auszumerzen, sollte eine konsistente bildungspolitische Debatte über die Zukunft der Mittelschulen eingeleitet werden, die nicht nach tagespolitischen Erwägungen im Hauruck-Verfahren heute Riesbach, morgen das Langzeitgymnasium und übermorgen eine weitere Abteilung zum Thema macht und so die widersprüchlichsten Sachzwänge produziert.

    Das breite Interesse, das uns trotz der widersprüchlichen Entscheide der Bildungsdirektion in den letzten Wochen von zukünftigen Schülerinnen und Schülern und deren Eltern an den Informationstagen fürs nächste Schuljahr entgegengebracht wurde, hat uns in unserem Widerstand gegen die Aufhebung bestätigt. Es besteht ein klares Bedürfnis nach der Weiterführung des neusprachlichen Gymnasiums, nach dem eben erst mit Erfolg gestarteten zweisprachigen Gymnasium und nach einer innovativen und zukunftsorientierten Diplommittelschule (DMS) an zentraler Lage. Andere Kantone eröffnen gerade jetzt erst neu eine DMS oder bauen die bestehende aus, denn diese braucht ein starke Position für die Förderung des Zugangs zu den Fachhochschulen, insbesondere auch für Frauen. Diese jetzt zu schwächen steht im Widerspruch zu allen bildungspolitischen Anstrengungen in anderen Kantonen und auf eidgenössischer Ebene.

    Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der Kantonsschule Riesbach

ots Originaltext: Kantonsschule Riesbach
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Lehrerschaft- und Schülerschaft
Kantonsschule Riesbach
Mühlebachstrasse 112
8032 Zürich
Tel. +41/1/386'43'43
Fax +41/1/386'43'00
E-Mail: sekretariat@kri.bid.zh.ch
Internet: www.ksriesbach.ch
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