Kantonsschule Riesbach

Verlegung der KS Riesbach in den Kantonsrat - Nichtverständliche Kehrtwendung von Bildungsdirektor Buschor

    Zürich (ots) - Am 10. Juli 2001 beschloss der Bildungsrat die integrale Verschiebung der Kantonsschule Riesbach (KRI) nach Oerlikon. Er beauftragte die BiD, die Verschiebungsszenarien unter Einbezug der personellen, organisatorischen, pädagogischen und räumlichen Fragen zu erarbeiten. Der Bildungsdirektor verfügte in der Folge die Ausarbeitung von drei Varianten unter ausdrücklicher Beibehaltung der KRI durch die Projektorganisation.

    Wir nehmen nun zur Kenntnis, dass die BiD ausserhalb dieser Projektorganisation die erste Variante einer Auflösung der KRI weiterverfolgte. Es ist die Variante, die zu der grossen Protestaktion der Schule und zur Überweisung des dringlichen Postulates ‚Gujer' im Kantonsrat führte.

    Die Vorlage des Regierungsrates missachtet die Aufträge von Bildungsrat und Kantonsrat und ignoriert die Ergebnisse der Projektorganisation. Die Vorlage berücksichtigt nur räumliche und finanzielle Aspekte und übergeht die pädagogischen und personalpolitischen Fragen. Der bildungspolitische Auftrag wird damit nicht erfüllt. Es sind daher weitere Varianten zur Lösung der Raumfragen der PHZH zu prüfen.

    Die Vorlage ist keine Alternative für die KS Riesbach

    Es besteht kein kantonales Mittelschulkonzept, das der Bildungsdirektion erlaubte, die Raumprobleme der PHZH in einem bildungspolitisch gesicherten Rahmen zu lösen. Der bisherige Standort eignet sich für die KS Riesbach am besten für die Erfüllung ihres Auftrages und die Entwicklung der DMS-Profile von morgen. Die Förderung des Zuganges von Frauen zu den Hochschulen und Fachhochschulen wurde im Projekt neben der Idee eines Erwachsenenbildungszentrums und eines Mittelschulbildungszentrums bildungspolitisch zu wenig gewichtet. Gerade hat der Nationalrat eben diese Förderung beschlossen. In der vom Regierungsrat vorgeschlagenen Variante droht der DMS dagegen die Gefahr einer Marginalisierung.

    Keine Erwachsenenbildung auf Kosten der Jugend

    Die Konzentration von Schulen im Stadtzentrum stellt ein organisch gewachsenenes Bildungszentrum dar und erfreut sich steigender Beliebtheit. Die Mittelschülerinnen und -schüler sollen nicht zu Gunsten anderer Nutzer aus diesem wertvollen städtischen Umfeld vertrieben werden. Will der Bildungsdirektor seine Mittelschülerinnen und -schüler lehren, dass der Staat für sie kein vertrauenswürdiger Partner ist?

    Soziale Folgekosten nicht evaluiert

    Die Vorlage enthält keinerlei Informationen zu Umfang und Kosten der Entlassungen. Der Grundsatz der Beachtung aller politischen Entscheide hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Frauen und Männer wurde missachtet.

    Der bildungspolitische Entscheid ist offen

    Wir setzen uns weiterhin für den Erhalt der Kantonsschule Riesbach ein. Zuständig für den bildungspolitischen Entscheid ist der Kantonsrat. Die Kantonsschule Riesbach führt ihre Schulprogramme weiter und nimmt für das neue Schuljahr neue Schülerinnen und Schüler auf.

    Die Schulleitung

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