Schweizerisches Rotes Kreuz / Croix-Rouge Suisse

Für eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

    Bern (ots) - Der Beitrag von Jugendlichen, älteren Menschen sowie Migrantinnen und Migranten zu einer solidarischen Gesellschaft stand im Fokus der 7. Nationalen Fachtagung des SRK vom 17. September 2009 in Bern.

    Die sozialpolitische Debatte der letzten Jahre ist von Misstrauen geprägt. In diesem Klima droht verletzlichen Gruppen und Menschen vermehrt der gesellschaftliche Ausschluss. Ebenso steht die Solidarität der Generationen auf dem Prüfstand. An der Tagung wurde gefragt, wie Jugendliche, ältere Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie psychisch belastete Menschen gestärkt werden und welchen Beitrag sie ihrerseits zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können.

    Den Generationenbeziehungen kommt im Zuge des demographischen Wandels besondere Aktualität zu. Betont wurde, dass die Solidarität zwischen jungen und älteren Menschen keine Selbstverständlichkeit sei. Vielmehr müsse sie gesellschaftlich thematisiert und gefördert werden - etwa durch Generationen übergreifende Projekte. Die Freiwilligenarbeit, für die sich auch das SRK stark engagiert, bietet ein ideales Feld für den Austausch zwischen alt und jung.

    Um die weit verbreiteten Vorurteile gegenüber psychisch kranken Menschen - eine besonders verletzliche Bevölkerungsgruppe - abzubauen, sind gezielte Strategien gegen Stigmatisierung nötig. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis waren sich einig, dass die Integration dieser Menschen auf Empowerment basieren sollte.

    Gefordert wurde die verstärkte Partizipation von Jugendlichen. Dabei müsse ein besonderes Augenmerk auf den Einbezug von chancenschwächeren Jugendlichen - etwa Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder aus einkommensschwachen Familien - gerichtet werden.

    Das SRK fördert die chancengleiche Teilhabe verletzlicher Menschen an der Gesellschaft durch direkte Angebote und die Befähigung von Fachpersonen und Institutionen.

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