Schweizerisches Rotes Kreuz / Croix-Rouge Suisse

Rotkreuz-Zelte aus der Schweiz in L'Aquila als Notunterkünfte bezogen

Dies Drei-Generationen-Familie hatte seit dem Erdbeben am Montag keine Unterkunft - jetzt hat sie ein Zelt des Schweizerischen Roten Kreuzes bekommen.© SRK, Thomas Büeler

    Bern (ots) -

    - Hinweis: Bildmaterial steht zum kostenlosen Download bereit  
        unter: http://www.presseportal.ch/de/pm/100002289 -

    Die 200 Zelte, die das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) ins Erdbebengebiet von Italien geschickt hat, dienen rund 1000 Menschen in der Stadt L'Aquila als Notunterkunft. Nach heftigen Nachbeben ist die Zahl der Obdachlosen weiter gestiegen.

    Die Zelte sind alle mit einer Heizung sowie Betten und Decken für je fünf Personen ausgestattet.  Für die Hilfsaktion, die vor allem durch Mittel des Bundes finanziert wird, wurden 300'000 Franken bereit gestellt.

    "Viele Leute sind noch immer ohne Obdach, unsere Zelte sind sehr gefragt", sagt Thomas Büeler, Nothilfe-Logistiker des SRK, der den Transport der Hilfsgüter und de-ren Verteilung an die Opfer im Erdbeben begleitet. Weil es immer wieder Nachbeben gebe, wagten sich die Bewohner nicht zurück in ihre Häuser. "Die ersten Nächte haben manche in Autos verbracht, jetzt sind sie komplett erschöpft und brauchen dringend eine Notunterkunft."

    Knapp die Hälfte der 200 Zelte, 1000 Betten, 2000 Decken und 200 Heizungen aus der Schweiz wurden direkt Familien übergeben, die sie in unmittelbarer Nähe ihrer be-schädigten Häuser aufstellten. Mit den übrigen Zelten wurden in verschiedenen Quar-tieren von L'Aquila vier kleinere Camps errichtet. Zuvor hat das Italienische Rote Kreuz (CRI), das die ganze Aktion koordiniert, die Infrastruktur bereitgestellt, wie sanitäre Anlagen, Elektrizität und Küchen. "Es ist eindrücklich, wie gut das Italienische Rote Kreuz organisiert ist", sagt Büeler. Aus dem ganzen Land wurden unzählige Freiwillige aufgeboten, die unermüdlich im Nothilfe-Einsatz stehen.

    Der Transport der Hilfsgüter aus der Schweiz ins Katastrophengebiet war durch den Osterverkehr und die vom Erdbeben beschädigten Anfahrtswege erschwert worden. Zudem wurde einer der Camions wenige Kilometer vor L'Aquila von verzweifelten Menschen an der Weiterfahrt gehindert. Sie hatten beim Erdbeben ihr Obdach verloren und forderten nun die Herausgabe der Hilfsgüter. Mitarbeitern des CRI gelang es schliesslich, die Leute zu beruhigen, und die geladenen Betten wurden an den Be-stimmungsort gebracht.

    Spenden für die Hilfe an den Erdbeben-Opfern in Italienen nimmt das SRK dankend ent-gegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3, Vermerk "Italien/Erdbeben" oder online über www.redcross.ch.

    Für die Medien stellt das SRK zwei Fotos zur Verfügung, © SRK, Thomas Büeler

    PhotoSRK1: Dies Drei-Generationen-Familie hatte seit dem Erdbeben am Montag keine Unter-kunft - jetzt hat sie ein Zelt des Schweizerischen Roten Kreuzes bekommen.

    PhotoSRK2: Er werde seine ganze achtköpfige Familie in dem Zelt unterbringen, das er vom Schweizerischen Roten Kreuz erhielt, sagt dieser Familienvater - obwohl es eigentlich nur für fünf Personen gedacht ist.

Kontakt:
Thomas Kumpera, Programmverantwortlicher Nothilfeaktionen, Tel. 079
6000 534
Katharina Schindler, Information Internationale Zusammenarbeit, Tel.
076 309 43 71


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