Schweizerisches Rotes Kreuz / Croix-Rouge Suisse

Klimawandel erfordert neue Hilfestrategie

Bern (ots) - Verstärkte Anstrengungen in der Katastrophenvorsorge und Massnahmen zur Risikoverminderung in den ärmsten und fragilsten Zonen der Welt haben in der internationalen Hilfe Priorität. Dies forderten Fachleute an der Tagung „Fluten, Dürren, Wirbelstürme “ des Schweizerische Rote Kreuzes (SRK) vom Dienstag in Bern. Die internationale Hilfe wird als Folge des Klimawandels zunehmend von wiederkehrenden Umwelt- und Naturkatastrophen geprägt. Auch das SRK passt seine langfristigen Hilfsprogramme etwa im bengalischen Delta oder in der Sahelzone des westafrikanischen Landes Mali den extremen Herausforderungen der Umwelt an. Gemäss der Direktorin des Climate Centres des Roten Kreuzes in Den Haag, Madeleen Helmer, hat sich die Zahl der wetterbedingten Naturkatastrophen in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Sie plädierte für eine Neuausrichtung der Hilfsprogramme insbesondere in jenen Regionen, deren verarmte Bevölkerung den extremen Umweltereignissen besonders ausgesetzt ist. „Im Küstengebiet Vietnams haben dank der Aufklärung der Bevölkerung und dem Bau von Häusern an flutsicherer Lage die letzten schweren Taifune weniger Schaden verursacht als früher“, erwähnte sie als konkretes Beispiel der Katastrophenprävention. Interessante Perspektiven für eine bessere Ressourcennutzung und Anpassungsstrategien der Bevölkerung in den Ländern des Südens zeigte Andreas Kläy vom Geografischen Institut der Universität Bern auf. Prof. Jürg Utzinger vom Schweizerischen Tropeninstitut machte auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Umweltkatastrophen durch das vermehrte Auftreten von wasserübertragbaren Krankheiten wie etwa Bilharziose oder Malaria aufmerksam. Für zusätzliche Informationen: SRK, Karl Schuler 079 639 54 20 Die Referate sind abrufbar unter www.redcross.ch/international

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