Schweizerisches Rotes Kreuz / Croix-Rouge Suisse

SRK verlangt Achtung humanitärer Werte

      Bern (ots) - Das Schweizerische Rote Kreuz fordert, dass
Migrantinnen und Migranten vor Diskriminierung und unmenschlicher
Behandlung geschützt werden. Es setzt sich zudem für die Achtung des
humanitären Völkerrechtes ein, um der politischen
Instrumentalisierung der humanitären Organisationen entgegen zu
wirken. Diese beiden Themen stehen im Zentrum der Deklaration des
SRK an der 28. Internationalen Rotkreuz-Konferenz.

    Das SRK ist besorgt über die Tendenz, Entwicklungszusammenarbeit von der Aufnahme abgewiesener Asylbewerber in ihren Heimatländern abhängig zu machen. Es weist deshalb auf die Verantwortung dieser Länder hin, die Integration ihrer Staatsangehörigen zu fördern. Die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften müssten sich dafür einsetzen, die Rechte und die Würde von Migrantinnen und Migranten zu wahren, ihren Zugang zu Gesundheitsdiensten und Erziehung zu ermöglichen sowie das Verständnis zwischen einheimischer und zugewanderter Bevölkerung zu fördern, heisst es in der Erklärung des SRK.

    Das SRK ist ebenfalls besorgt über die schwindende Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Angesichts der Gefahr politischer Instrumentalisierung müssten sich die Mitglieder der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung strikt an ihre Prinzipien der Neutralität und der Unparteilichkeit halten. Sie müssten alles daran setzen, die Prinzipien und Normen des humanitären Völkerrechts bekannt zu machen und jede Vermischung zwischen humanitärer Hilfe und militärischen Einsätzen zu verhindern.

    Die 28. Internationale Konferenz des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds findet vom 2. bis 6. Dezember 2003 in Genf statt. An ihr nehmen Delegationen der 181 nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond- Gesellschaften, der Internationalen Föderation und des IKRK sowie der 191 Vertragsstaaten der Genfer Konventionen teil.

Weitere Informationen: Daniel Biedermann, Direktor des SRK, Telefon 031 387 74 25

Diese Mitteilung und der vollständige Text der Erklärung können über Internet abgerufen werden: www.redcross.ch



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