Schweizerisches Rotes Kreuz / Croix-Rouge Suisse

SRK: Reform beim Blutspendedienst bestätigt

      Bern (ots) - Die Rotkreuzversammlung, das oberste Organ des
Schweizerischen Roten Kreuzes, hat die Vorschläge des Rotktreuzrates
für Reformen beim Blutspendedienst SRK ohne Gegenstimmen bestätigt.
Damit können dessen Strukturen nun grundlegend angepasst werden, um
den zunehmenden Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit und
effizientem Mitteleinsatz gerecht zu werden.

    Die stark regionalisierten Strukturen des Blutspendedienstes SRK genügen hinsichtlich der steigenden Anforderungen bei der medizinischen Sicherheit und angesichts des Kostendruckes im Gesundheitswesen nicht mehr. Nachdem die Reformvorschläge einer Arbeitsgruppe im Juni vom Rotkreuzrat genehmigt worden waren, wurden sie am Samstag von den Delegierten der SRK-Mitgliedorganisationen an einer ausserordentlichen Rotkreuzversammlung in Bern oppositionslos abschliessend bestätigt.

    Die Reformen sehen namentlich eine Stärkung der nationalen Geschäftsstelle des Blutspendedienstes vor. Statt der bisherigen Rechtsform eines Vereines soll sie zu einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft im mehrheitlichen Eigentum des SRK umgestaltet werden. Klare Zusammenarbeitsverträge mit den 13 regionalen Blutspendediensten sollen die einheitliche Führung gewährleisten.

    National gesteuert wird inskünftig die Blutbeschaffung und - versorgung. Dies betrifft namentlich die Sicherstellung von Blutreserven, die für kurzfristige und unerwartete Spitzenbelastungen erforderlich sein könnten, da die meisten Blutprodukte nur kurze Zeit haltbar sind. Ziel ist es, noch haushälterischer als bisher mit dem Spenderblut umgehen zu können.

    Mit den Reformen wird die Grundlage dafür gestärkt, dass das SRK die ihm im Bundesbeschluss von 1951 übertragene Aufgabe des Butspendedienstes für zivile und militärische Zwecke auch künftig erfüllen kann.

    Die Rotkreuzversammlung hat im weiteren dem Rückzug des SRK aus der Stiftung Case Henry Dunant zugestimmt. Dieser Rückzug erfolgt im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Verkauf der SRK-eigenen Liegenschaft in Varazze (Italien), die seit längerem keinen Aktivitäten mit Bezug zum Roten Kreuz mehr dient. Ihre Nutzung durch schweizerische Berufsschulen bleibt gewährleistet.

    Notiz an die Redaktionen: Inhaltlich wurden die Reformpläne beim Blutspendedienst SRK bereits mit dem Pressecommuniqué vom 3.6.03 vorgestellt; materiell neu ist deren Bestätigung durch die Rotkreuzversammlung.

Für weitere Auskünfte: - Daniel Biedermann, Direktor SRK, Tel. 031 387 74 08 - Dr. Rudolf Schwabe, Direktor Blutspendedienst SRK, Tel. 031 380 81 81, Mobile 079 415 73 26



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