Schweizerisches Rotes Kreuz / Croix-Rouge Suisse

Freiwillig im Militär - 40 Frauen in den Schulen des Rotkreuzdienstes

    Bern (ots) - Am 29. April hat für 20 Frauen die militärische Grundausbildung in der Rekrutenschule des Rotkreuzdienstes (RKD) begonnen. In 3 Wochen werden diese Frauen auf dem Waffenplatz Moudon für den Einsatz zur Unterstützung des Armee-Sanitätsdienstes ausgebildet. Gleichzeitig absolvieren 19 RKD-Angehörige die dreiwöchige Unteroffiziers- bzw. Offiziersausbildung.

    Im RKD haben sich knapp 1200 Frauen mit qualifizierter medizinischer Berufsausbildung durch eigenen Entscheid zum Militärdienst verpflichtet. Sie leisten Wiederholungskurse als Angehörige der Armee im Rahmen des Armee-Sanitätsdienstes. Dieser wäre ohne das Engagement dieser Frauen gar nicht in der Lage, seine Aufgabe zu erfüllen, weil er zu wenig männliches medizinisches und pflegerisches Fachpersonal rekrutieren kann. Die Frauen des RKD werden in Militärspitälern eingesetzt in Pflegeabteilungen, Intensivstationen, Operationssälen, in der Anästhesie, in Spitallabors, im Röntgen und in Spitalapotheken. Sie können auch Beförderungsdienste leisten und in höhere militärische Funktionen aufsteigen. Chefin des Rotkreuzdienstes ist Oberst RKD Beatrice Magnin-Riedi.

    Der Armee-Sanitätsdienst leistet nicht nur militärischen Einsatz für die Armee, sondern unterstützt auch das zivile Gesundheitswesen in besonderen Situationen. So kommt er beispielsweise auch an der Expo.02 zum Einsatz, wo rund 70 RKD-Angehörige sowohl den Armee-Sanitätsdienst wie auch die Sanitätsposten des Schweizerischen Samariterbundes - eines Teils des Schweizerischen Roten Kreuzes - unterstützen.

    Der RKD ist ein Teil der Armee. Er wird indessen von einer zivilen Stelle verwaltet, nämlich der Dienststelle RKD, die ein Teil der Geschäftsstelle des Schweizerischen Roten Kreuzes ist. Das SRK setzt mit diesem Dienst zugunsten der Armee ein Engagement fort, das am Ursprung des Roten Kreuzes steht: Nach der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 hatte Henry Dunant zusammen mit Freiwilligen, vorwiegend Frauen, die Hilfe für die Verwundeten beider kriegführenden Parteien organisiert und mit seinem Buch "Eine Erinnerung an Solferino" den Anstoss zur Gründung des Roten Kreuzes gegeben.

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