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Schweizer Pharmaindustrie: starker Anstieg der Investitionen in Forschung und Entwicklung

    Basel (ots) - Die Schweizer Pharmabranche hat im Jahre 2006 ihre Aufwendungen in Forschung und Entwicklung in der Schweiz um 13.8% auf 4.4 Milliarden Franken erhöht. Die Höhe der Investitionen in F&E ist ein Grund dafür, dass die Schweizer Unternehmen im europäischen Vergleich zu den innovativsten zählen. Diese und weitere Informationen finden Sie in der 14. Auflage des statistischen Standardwerks "Pharma-Markt Schweiz".

    Die Spitzenposition als innovatives Land verdankt die Schweiz neben den hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung auch der grossen Zahl an Patentanmeldungen. Wissen und Know-how sind das wichtigste Kapital eines Landes, das nicht über Rohstoffe verfügt. Zwischen 2000 und 2003 wurden in der Schweiz von allen angemeldeten rund 19 Patente pro 100'000 Erwerbstätige gewährt. Ein wirksamer Patentschutz ist Voraussetzung für die privaten Investitionen in die Medikamentenforschung, denn die Entwicklung eines Medikamentes ist zeitaufwendig, kostenintensiv und mit hohen Forschungsrisiken verbunden, welche die Pharmafirmen alleine tragen.

    Die Pharmaindustrie ist in der Schweiz ein wichtiger Arbeitgeber. Im Jahr 2005 beschäftigte sie knapp 32'000 Personen, direkt und indirekt waren sogar 101'000 Arbeitsplätze von der Pharmaindustrie abhängig. In den letzten sechzehn Jahren hat damit die Zahl der Erwerbstätigen in dieser Branche um 59% zugenommen.

    Abgeschwächtes Wachstum des Medikamentenmarktes

    Der Medikamentenmarkt wuchs im 2006 um lediglich 1.9% von 4125 Millionen Franken auf 4205 Millionen Franken. Die Zunahme liegt damit markant unter dem weltweiten Wachstum von 6.3%. Diese Entwicklung bestätigt die nachhaltige Wirkung der Massnahmen, die in den letzten Jahren zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen umgesetzt wurden. Dazu gehören die zwischen der Pharmaindustrie und dem Bund beschlossenen Preissenkungen bei den patentabgelaufenen Medikamenten, die regelmässige Überprüfung der Preise durch das Bundesamt für Gesundheit, die Einführung des differenzierten Selbstbehaltes für Originale und Generika sowie die Förderung der Generika. Die kassenpflichtigen Generika haben denn auch im 2006 erneut stark zugelegt (46.4%).

    Ein aktueller Preisvergleich vom Mai 2007 zwischen der Schweiz und Deutschland zeigt, dass bei älteren Medikamenten, die vor 1995 in die Spezialitätenliste aufgenommen worden sind, die Publikumspreise der Top-200-Originalprodukte in der Schweiz unter dem Preisniveau von Deutschland liegen. Das gilt auch für die nach 2002 in die Spezialitätenliste aufgenommenen Originalpräparate: Diese sind in der Apotheke in Deutschland rund 22% teurer als in der Schweiz, zu Herstellerpreisen um rund 11%.

    Weitere Informationen aus der Publikation "Pharma-Markt Schweiz 2007" sind auf www.interpharma.ch im Info-Center unter Fakten und Statistiken als PDF- oder PowerPoint-Datei zu finden. Die Broschüre kann als Publikation oder als CD-ROM gratis bezogen werden.

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