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Interpharma: Wahlfreiheit vor Kostensenkung

    Basel (ots) - Die steigenden Krankenkassenprämien führen zu einem geschärften Bewusstsein der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für Kostenfragen im Gesundheitswesen, doch halten sie an einem qualitativ hochstehenden Gesundheitssystem fest.  Mehrheitsfähig ist keine der aktuell diskutierten Massnahmen zur Kostensenkung. Sowohl der vom Bundesrat beschlossene Ärztestopp wie die Abschaffung der freien Arztwahl in der Grundversicherung werden abgelehnt. Dies ist einer der Schlüsse aus dem "Gesundheitsmonitor 2002", den das Berner GfS-Forschungsinstitut im Auftrag der Interpharma bereits zum fünften Mal erstellt hat.

    Der "Gesundheitsmonitor 2002" des GfS-Forschungsinstituts basiert auf einer Befragung von 1'000 Stimmberechtigten der deutschen und französischsprachigen Schweiz. Er zeigt die Wirkung steigender Krankenkassenprämien. Doch obwohl zum ersten Mal die Prämienlast schwerer als die Steuern empfunden wird, bleibt der Solidaritätsgedanke der Krankenversicherung breit akzeptiert: 77% der Befragten sprechen sich dafür aus, dass die Krankenkassenbeiträge für Haushalte mit niedrigem Einkommen subventioniert werden.

    Die steigende Prämienlast führt auch zu einer Bereitschaft, die bestehende Finanzierung der Krankenversicherung in Frage zu stellen. Zwar findet die bestehende Kopfprämie mit Prämienzuschüssen für wirtschaftlich Schwächere nach wie vor breite Unterstützung (82%), doch sind auch einkommensabhängige Prämien (72%) oder einkommensabhängige Franchisen (59%) potentiell mehrheitsfähig. Populär (65% Zustimmung) ist auch die Idee der generellen Prämienverbilligung für Kinder. Abgelehnt wird hingegen eine zweckgebundene Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes zur Finanzierung des Gesundheitswesens.

    Der vom Bundesrat erlassene Zulassungsstopp für neue Ärzte ist in der Bevölkerung umstritten: lediglich 37% der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger können sich damit einverstanden erklären, während er von 44% abgelehnt wird.

    Neun von zehn Befragten stufen den Einfluss der Pharmaindustrie auf die Wirtschaftskraft der Schweiz als bedeutend ein, zwei Drittel sogar als "sehr bedeutend". Anerkennung wird ihr auch gezollt als wichtiger Arbeitgeber (92%) und als Motor der Schweizer Wirtschaft (85%). Bejaht werden auch die Notwendigkeit eines starken Pharma- und Forschungsstandortes Schweiz (82%). Und drei von vier Befragten sind der Meinung, dass hohe Gewinne der Pharmaindustrie notwendig sind, um die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente zu finanzieren.

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