NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND

Ausländische Nachwuchskicker oft benachteiligt

    Hamburg (ots) - Auf dem Weg an die Spitze des deutschen Fussballs
haben Kinder von Zuwanderern oft das Nachsehen. Der Grund dafür liegt
vor allem in der Art der Sportförderung und weniger in bewusster
Diskriminierung. Das berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in der
Oktober-Ausgabe (EVT 22.09.2003).
    
    Die Talentsuche nach den künftigen Kahns und Ballacks beginnt
bereits im Vorschulalter. Einwandererkinder finden aber meistens erst
zu einem späteren Zeitpunkt zum Sportverein, weil den Eltern der
soziale Anschluss fehlt. Ausserdem machen bei den Amateuren manche
Trainer Unterschiede zwischen deutschen und ausländischen Kindern.
Dies hat das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung in
einer Untersuchung herausgefunden. Sobald die Nachwuchskicker die
Amateurliga erfolgreich hinter sich gelassen haben, zählt aber nur
noch die Leistung. Dann ist der Weg für eine Karriere wie die von
Gerald Asamoah frei: Der gebürtige Ghanaer kam als 12jähriger nach
Deutschland und ist heute Mitglied der Nationalelf.
    
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