NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND

Nationalparks statt Holzeinschlag - Elf Prozent von Gabun unter Naturschutz

    Hamburg (ots) - Der Staat Gabun will eines der wichtigsten Länder
zum Schutz der Artenvielfalt und des Ökotourismus werden. In 13
Nationalparks sollen die unberührten Wälder des Landes vor
zerstörerischen Zugriffen geschützt und damit die Heimat vieler
bedrohter Tierarten wie der Sumpfantilope oder des Rotbüffels bewahrt
werden. Darüber berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in der
September-Ausgabe (EVT 25.08.03). Die Naturschutzgebiete bedecken mit
knapp 30'000 Quadratkilometern elf Prozent des afrikanischen Landes.
    
    Die Nationalparkinitiative wurde von Gabuns Präsident El Hadj Omar
Bongo bereits im vergangenen Jahr auf dem UN-Gipfel für Nachhaltige
Entwicklung in Johannesburg verkündet. Mittlerweile sind die
Erklärungen zur Errichtung der Nationalparks unterzeichnet. Vor allem
ausländisches Kapital soll dazu beitragen, dass das afrikanische Land
zum Vorreiter im Artenschutz wird. Ein beträchtlicher Teil jener 53
Millionen Dollar, die die USA einer bestehenden Waldpartnerschaft im
Kongobecken zugesichert haben, wird voraussichtlich nach Gabun
fliessen. Mit zusätzlichen Geldern aus einigen Industrieländern und
nichtstaatlichen Organisationen wie der Wildlife Conservation Society
oder dem World Wildlife Fund sollen eine leistungsfähige
Nationalparkverwaltung aufgebaut, Mitarbeiter für verschiedene
Funktionen ausgebildet und wirksamer Schutz für die Parks
gewährleistet werden. Auch die Bevölkerung muss von der Relevanz des
Projekts für die Zukunft des Landes überzeugt werden.
    
    Nachdem Gabun jahrzehntelang vor allem von der Erdöl- und
Holzindustrie lebte, gehen die Ölreserven nun zur Neige, und viele
Wälder sind gerodet. Sinkende Einnahmen und eine grosse Schuldenlast
machen die Suche nach alternativen Einnahmequellen für die Wirtschaft
Gabuns unumgänglich. Künftig soll der Ökotourismus die Zukunft des
Landes sichern.
    
ots Originaltext: NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND
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