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MediData AG: Gesundheitswesen und Tarmed. Elektronischer Transport und elektronische Verarbeitung der Rechnungen leisten einen Beitrag zur Kostensenkung

    Root (ots) - Von Jahr zu Jahr steigen die Gesundheitsausgaben. Dazu leisten alle Akteure ihren Beitrag: Patienten, Leistungserbringer, Krankenversicherer und Gesundheitsbehörden. Ebenso können alle einen Beitrag zur Eindämmung der Kosten leisten. Eine Möglichkeit dazu bietet die elektronische Leistungsabrechnung.

    Werden die Rechnungen beim Leistungserbringer nicht auf Papier ausgedruckt und per Post an Patienten und Versicherer geschickt, lassen sich die Verwaltungsaufwendungen im Gesundheitswesen senken. Denn der gesicherte und datenschutzkonforme elektronische Versand ist kostengünstiger als der Papier-Versand und die Daten müssen bei den Versicherern nicht ein zweites Mal erfasst werden, wenn sie diese in elektronischer Form erhalten. Eine wirksame Massnahme, die dank Automatisierung die Prozesskosten senkt. Und das ohne jegliche negativen Nebenwirkungen. Weder werden dabei medizinische Leistungen rationiert noch erleidet dadurch einer der Akteure irgendwelche Nachteile. Im Gegenteil: Leistungserbringer, Kostenträger und Patienten profitieren. So findet das System der elektronischen Abrechnung denn auch immer mehr Freunde. MediData AG, grösster Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der elektronischen Abrechnung in der Schweiz, verzeichnet jährliche Wachstumsraten von rund 50%. Das Wachstum misst sich an der Zahl der via MediData-Systeme elektronisch transportierten Rechnungen. 2003 waren es über 6 Millionen Rechnungen, die von Leistungserbringern wie Ärzten, Apothekern, Spitälern und medizinischen Labors an Versicherer oder Patienten geschickt wurden. Jede der insgesamt 45 Millionen Rechnungen, die heute auf herkömmlichem Papierweg befördert und dann wegen des Medienbruches ein zweites Mal erfasst werden muss - sei dies manuell oder via Scanner - verursacht Kosten von etlichen Franken. Aufwendungen, die sich dank des Einsatzes moderner, Internet-basierter Transportsysteme vermeiden lassen. Noch liegt der Anteil der elektronischen Rechnungen - gemessen am Gesamtmarkt - unter 25%. Das soll sich im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahre ändern: der Tarmed-Vertrag schreibt vor, dass die ambulanten Leistungen spätestens zwei Jahre nach Einführung des neuen Tarifes elektronisch abzurechnen sind.

    MediData hat just zur Einführung des Tarmed im Sommer 2003 eine neue Transport-Plattform für elektronische Rechnungen, sog. MediPort, lanciert. In nahezu allen Praxis-Softwarelösungen für Ärzte ist eine MediPort-Schnittstelle programmiert, sodass Ärzte mit ihrer Tarmed-fähigen Software elektronisch abrechnen können. Sie schicken ihre Rechnungen via mehrfach gesicherte Internetverbindung direkt an die Versicherer (sog. Tiers payant Abrechnungssystem) und reduzieren dabei ihr Mahn- und Inkassowesen, welches sie bei der Abrechnung mit den Patienten selber tragen. Darüber hinaus hat der Arzt die Gewissheit, sein Geld innert 30 Tagen auf dem Konto zu haben. Dies sichern ihm etliche Versicherer zu, rechnet er elektronisch via MediPort mit ihnen ab. Rechnet ein Arzt mit den Patienten ab (sog. Tiers garant-Abrechnungssystem), schickt er seine Rechnungen ebenfalls elektronisch ab, diese werden von MediPort an ein autorisiertes Druckcenter weitergeleitet, wo die Rechnungen für Patienten ausgedruckt und per Post weitergeschickt werden. - Solange die Patienten keinen direkten Zugang zu MediPort haben und sie die Rechnungen nicht elektronisch empfangen können. Der Arzt profitiert von dieser Zusatzdienstleistung, denn er entlastet dabei seine Praxis von unproduktiven Routinearbeiten wie ausdrucken, verpacken, frankieren und versenden der Rechnung. Nachdem die Patienten die Rechnungen bei ihrer Kasse eingereicht haben, können diese die Rechnungsdaten anhand eines auf der Rechnung aufgedruckten Barcodes bei MediPort abholen und die Rechnungen direkt in ihre Systeme übernehmen und weiter bearbeiten.

    Die Umstellung der Prozesse und Systeme setzte bei Leistungserbringern und Versicherern Investitionen in mehrstelliger Millionenhöhe voraus. Diese Investitionen sind zu amortisieren. Das Einsparungsvolumen, das auf mittlere Sicht zu erreichen ist, spricht klar für die Umstellung auf die elektronische Abrechnung. Schätzungen zufolge können dank dem erzielbaren Effizienzgewinn pro Rechnung zwischen 5 und 8 Franken eingespart werden. Ein schöner Batzen auf die 45 Millionen Rechnungen, die im Schweizer Gesundheitswesen jährlich produziert werden. Nicht mit eingerechnet sind Kosteneinsparungen, die dank der rascheren Verarbeitung der Rechnungen oder der Möglichkeit, Doppelspurigkeiten wie Mehrfachuntersuchungen einfacher auf die Spur zu kommen, erzielt werden. Die Ausschöpfung dieser Nutzenpotenziale im Gesundheitswesen muss aus volkswirtschaftlichen Überlegungen heraus und im Interesse jedes einzelnen Patienten und Versicherten rasch und konsequent umgesetzt werden. Es ist allemal sinnvoller Prämiengelder für medizinische und ärztliche Leistungen einzusetzen als diese in die Administration rund um die (Papier-)Abrechnung zu stecken.

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