Max Schmidheiny Stiftung

Freiheitspreis 2003 der Max Schmidheiny-Stiftung für Kofi Annan

    St. Gallen (ots) - Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen wird mit dem Freiheitspreis 2003 der Max Schmidheiny-Stiftung ausgezeichnet. Im Rahmen des 33. ISC-Symposiums in der Aula der Universität St. Gallen vor mehr als 800 Gästen aus aller Welt würdigte der neue Präsident der Max Schmidheiny-Stiftung, Prof. Dr. Peter Gomez, Rektor der Universität  St. Gallen, die Verdienste des Preisträgers und gab die Ehrung in absentia bekannt.

    Aufgrund einer schweren Kehlkopfentzündung musste der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, seine Teilnahme an der Zeremonie in St. Gallen kurzfristig absagen. Er wird zu einem späteren Zeitpunkt an die Universität St. Gallen kommen, um den Preis persönlich entgegen zu nehmen.

    Die Max Schmidheiny-Stiftung zeichnet alljährlich Personen oder Institutionen aus, die sich Verdienste um die Erhaltung und Weiterentwicklung einer freiheitlichen und sozialen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung erworben haben. Sie fördert dabei hervorragende wissenschaftliche, politische und unternehmerische Initiativen und Leistungen zur Wahrung der individuellen Freiheit und Selbstverantwortung. Der Preis ist dieses Jahr mit USD 100'000.- dotiert; er wird zum 25. Mal verliehen.

    In seiner Ansprache ehrte Prof. Dr. Peter Gomez Kofi Annan als Diplomaten, kraft dessen Vorbild das Wirken der Vereinten Nationen mit Beständigkeit, Glaubwürdigkeit und Angemessenheit assoziiert wird und der mit einem einmaligen Gespür Reformen zum Abbau der Bürokratie und die Vereinfachung interner Strukturen forciert, die Öffnung der Vereinten Nationen gegenüber nichtstaatlichen Organisationen vorangetrieben, letztlich die Effizienz friedenserhaltender Missionen gesteigert hat und darüber hinaus seinen unzähligen in Diplomatie, Friedensstiftung und Hilfswerken tätigen Mitarbeitern neues Vertrauen in ihre gemeinsame Mission eingeflösst hat. Geduldig und hartnäckig zugleich fordert der Weltbürger besonderer Qualität von den Staatsmächten und Unternehmen dieser Erde verantwortungsvolles Handeln ein, macht ihnen bewusst, dass sie nicht nur für ihre eigenen Bürger, sondern für das Wohl der Weltseele Verantwortung tragen, und nimmt, der Definition "die Humanität ist unteilbar" verpflichtet, als Bannerträger der Menschenrechte die Herausforderungen der Weltorganisation an, um die Wahrung der menschlichen Würde des Einzelnen - unabhängig von Rasse, Religion und Geschlecht - in den Mittelpunkt zu stellen. Als Hoffnungsträger in einer arg mitgenommenen Welt versucht Kofi Annan im Angesicht von beispiellosen ethnischen und zivilisatorischen Brandherden, ansteckenden Krankheiten und chronischen Hungersnöten, das Bewusstsein jener Menschen, die in relativem Wohlstand und Frieden leben, für die Not der Armen und Kriegsbetroffenen zu wecken. Durch seinen ungebrochenen Lösungswillen, seinen Mut und sein Mitgefühl sowie im tief verwurzelten Glauben an das Prinzip einer moralischen Weltordnung bewegt er Regierungen und Interessensgruppen mit nie versiegender Energie dazu, proaktive Antworten auf die quälenden Konflikte zu suchen, und leistet somit über alle geopolitischen Grenzen hinweg einen bedeutungsvollen Beitrag zur Freiheit jedes Einzelnen.

ots Originaltext: Max Schmidheiny-Stiftung
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