Max Schmidheiny Stiftung

Freiheitspreis 2002 der Max Schmidheiny-Stiftung für Ruud Lubbers

St. Gallen (ots) - Ruud Lubbers, Hochkommissar des Flüchtlingshilfswerkes UNHCR, ist am Samstag, den 25. Mai, in St. Gallen mit dem Freiheitspreis 2002 der Max Schmidheiny-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 32. ISC-Symposiums in der Aula der Universität St. Gallen statt. Vor mehr als 800 Gästen aus aller Welt würdigte Prof. Dr. Klaus Vallender, Präsident der Jury, die Verdienste des Preisträgers. Die Max Schmidheiny-Stiftung zeichnet alljährlich Personen oder Institutionen aus, die sich Verdienste um die Erhaltung und Weiterentwicklung einer freiheitlichen und sozialen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung erworben haben. Sie fördert dabei hervorragende wissenschaftliche, politische und unternehmerische Initiativen und Leistungen zur Wahrung der individuellen Freiheit und Selbstverantwortung. Der Preis ist dieses Jahr mit insgesamt CHF 100'000.- dotiert; er wurde zum 24. Mal verliehen. In seiner Ansprache ehrte Prof. Dr. Klaus Vallender Ruud Lubbers als Politiker, der als Ministerpräsident der Niederlande während dreier Legislaturperioden die Modernisierung seines Landes entscheidend vorangetrieben hat, indem er die ersten Tendenzen einer "sich öffnenden" Welt als Herausforderung annahm und als Spiritus rector des "niederländischen Modells" Vertrauen zwischen den Sozialpartnern schuf, für mehr Beschäftigung sorgte, die holländische Wirtschaft wieder ankurbelte und aus einer schweren Wirtschaftskrise führte. Mit Beharrlichkeit und Entschlossenheit trat Ruud Lubbers ein für nachhaltiges Wirtschaften im Sinne einer gemeinsamen Willens- und Kraftanstrengung zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die sozialen Fragen ebenso Rechnung tragen muss wie der demokratischen Verankerung von Entscheidungen und damit letztlich an die globale Solidarität und den Respekt für die Umwelt jedes einzelnen Bürgers appelliert. Als Hochkommissar des Flüchtlingshilfswerkes UNHCR wirkt Ruud Lubbers heute als Anwalt von mehr als 22 Millionen Flüchtlingen, der die herkulische Aufgabe wahrnimmt, in Zeiten unablässig auflodernder Krisenherde und wachsender Bereitschaft zu kriegerischer Intervention mit Mut und Hingabe die Prämissen einer freien Gesellschaft wiederherzustellen, indem er den Opfern bewaffneter Konflikte und innerer Wirren Gerechtigkeit, Schutz und Hilfe zuteil werden lässt, und mit der Kraft des Vorbildes von zahllosen Frauen und Männern, die überall auf der Welt die Ideale der Freiheit und Menschlichkeit hochhalten zu einem wichtigen Glied im Komplex der Bemühungen zur Friedens-, Sicherheits- und Stabilitätsunterhaltung in allen Regionen der Welt wird. ots Originaltext: Max Schmidheiny Stiftung Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Max Schmidheiny Stiftung an der Universität St. Gallen Postfach 1045 CH-9001 St. Gallen Tel. +41/71/227'20'70 Weitere Informationen (inkl. Photomaterial): http://www.ms-foundation.org sowie http://www.isc-symposium.org [ 001 ]

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