Bundesamt für Strassen ASTRA

ASTRA: Massgeschneiderte Führerausweiskategorien für Feuerwehren

      Bern (ots) - Im Zuge der Harmonisierung der Führerausweiskategorien
mit dem EU- Recht wurden auf den 1. April 2003 auch die speziellen
Bestimmungen für Feuerwehren angepasst. Nach zum Teil berechtigten
Protesten hat das Bundesamt für Strassen ASTRA in Zusammenarbeit mit
den Feuerwehren nun eine Lösung ausgearbeitet, wonach die
sicherheitsrelevanten Ausbildungskriterien auf höheren Niveau
belassen werden, hingegen der Aufwand für die Theorieprüfung
verringert wird (teilweiser Verzicht auf die für Feuerwehrzwecke
irrelevanten Bestimmungen der Arbeits- und Ruhezeitverordnung ARV).
Die neuen Regelungen werden voraussichtlich im Oktober 2003 in Kraft
treten.

    Das Bundesamt für Strassen hat mit Unterstützung der Feuerwehrorganisationen, Vertretern der Fahrlehrerverbände und der Vereinigung der Strassenverkehrsämtern eine Lösung gefunden, bei welcher der Ausbildungsaufwand zum Führen eines Feuerwehrmotorwagens reduziert werden kann. Dies nachdem die Feuerwehren Probleme bei der Rekrutierung von Miliz-Feuerwehrleuten geltend gemacht hatten. Künftig müssen Führerinnen und Führer von Feuerwehrmotorwagen nicht mehr die Lastwagentheorieprüfung bestehen, sondern eine spezielle, auf die neuen Unterkategorien C1 und D1 zugeschnittene Prüfung ablegen, bei der lediglich Kenntnisse über den Geltungsbereich der Arbeits- und Ruhezeitverordnung verlangt werden.

    Die Bestimmungen für die praktische Prüfung werden aus Verkehrssicherheitsgründen beibehalten. Personen, die Feuerwehrmotorfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7500 kg führen wollen, erwerben die Unterkategorie C1 mit Zusatzcode 118. Zur Führerprüfung müssen sie ein Fahrzeug mit einem Betriebsgewicht von mehr als 7500 kg verwenden. Wer die neue Unterkategorie D1 erwirbt, darf auch Fahrzeuge der Unterkategorie C1 führen. Diese Erleichterung (gegenüber der normalen Lastwagenprüfung) ermöglicht Feuerwehrangehörigen aller Gemeinden mit ihrem eigenen Fahrzeuge zur Prüfung anzutreten, was die Kosten senkt.

UVEK Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation

Pressedienst

Auskünfte: Informationsdienst Bundesamt für Strassen, 031 324 14 91



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