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Aufblühen im Tessin - Die schönsten Tessiner Parks im Portrait (BILD/ANHANG)

Der Parco San Grato in Carona oberhalb des Luganersees. / Weiterer Text ueber ots und auf http://www.presseportal.ch. Die Verwendung dieses Bildes ist fuer redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veroeffentlichung unter Quellenangabe: "OTS.Bild/Ticino Turismo".

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Bellinzona (ots) - Im Frühling zeigt sich das Tessin von seiner schönsten Seite. Während die Berggipfel schneeweiss leuchten, blühen an den Seeufern Blumen und Pflanzen in den buntesten Farben. Besucher erwartet in den Parks und Gartenanlagen eine botanische Weltreise. Dank dem milden Klima bekommen sie Pflanzen aus allen Kontinenten zu sehen. Nachfolgend eine Übersicht über die attraktivsten Parks:

Die Kamelie, die blühende Botschafterin des Frühlings

Kamelienpark Locarno | www.ascona-locarno.com

Die Kamelie ist die blühende Botschafterin des Frühlings. Mit dem Kamelienfest begrüsst Locarno traditionsgemäss die neue Jahreszeit. Locarno Camelie gilt als eine der weltweit wichtigsten Veranstaltungen dieses Genres, gleich hinter einem ähnlichen Event in Japan, dem Ursprungsland der zauberhaften Blüte. In Asien steht die Kamelie als Symbol für die Langlebigkeit, eine glückliche Ehe und Zufriedenheit. Die Veranstaltung Locarno Camelie wartet mit Raritäten, Sonderzuchten und einer Inszenierung auf, die ihresgleichen sucht. Das gesamte Seeufer von Locarno verwandelt sich vom 2. bis 6. April 2014 in eine blühende Allee, in der mehr als 300 Sorten ausgestellt sind.

Der Kamelienpark von Locarno gehört zu den grössten und reichhaltigsten unseres Kontinents. Er wurde anlässlich des Weltkongresses der Kamelie im Jahr 2005 eröffnet und fünf Jahre später von der "International Camellia Society" mit dem begehrten Titel "Garden of Excellence" ausgezeichnet. Heute bietet er auf mehr als 10'000 Quadratmetern Platz für nahezu tausend verschiedene Kameliensorten. Zwei Teiche mit Wasserspielen und ein romantischer Pavillon bereichern die Anlage.

Das botanische Kunstwerk des Otto Eisenhut

Parco Botanico Eisenhut | www.parcobotanico.ch

Der Pflanzenliebhaber und Baumschulist Otto Eisenhut hat auf der Gambarogno-Seite des Lago Maggiore, auf der Hügelterrasse zwischen Piazzogna und Vairano, mit viel Hingabe und Geschick einen prachtvollen, 17'000 Quadratmeter umfassenden botanischen Garten angelegt. An die 950 Arten und Sorten Kamelien, 800 verschiedene Magnolien, Azaleen, Pfingstrosen und Rhododendren gedeihen hier. Dazwischen wachsen Efeu, Kiefern, Wacholdergebüsch und andere zum Teil seltene europäische und exotische Pflanzen.

Paradoxerweise schafft gerade die winterliche Sonnenabsenz die Bedingung für das botanische Wunder: Die Temperatur schwankt in der kalten Jahreszeit nur minimal. Das verhindert, dass die empfindlichen Pflanzen vorzeitig zu knospen beginnen und dann bei einem späteren Kälteeinbruch erfrieren.

Auf thematischen Pfaden durchs Aussichtsreich

Parco San Grato | www.luganoturismo.ch

In dem oberhalb des Künstlerdorfes Carona gelegenen Parco San Grato gedeiht auf gut 60'000 Quadratmetern eine äusserst vielseitige Sammlung an Azaleen, Rhododendren, Koniferen und Nadelbäumen. Ursprünglicher Besitzer dieses Grundstücks war der St. Galler Industrielle Martin Othmar Winterhalter, der 1923 das Patent für den modernen Reissverschluss erwarb. Doch sein Glück währte nicht lange: Winterhalter verschleuderte sein Vermögen, wurde von seinen Geschwistern entmündigt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, wo er 1961 starb.

Mittlerweile gehört der Park dem Luganeser Tourismusverein, der einen Spielplatz errichtete und Themenpfade durch das bunte Blütenmeer anlegte. Im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaft ist der Märchenweg, der Kindern auf spielerische Art erlaubt, den Park zu erkunden. Ein weiterer einfacher Pfad ist der Relaxweg, der die ebenen, leicht begehbaren Wegstücke verbindet. Entlang des Botanischen Wegs finden Ausflügler zahlreiche Informationstafeln zu Zierpflanzen und zur wilden Vegetation des Parks. Auf dem Sentiero Artistico wiederum können Werke verschiedener Künstler bewundert werden, und der Panoramaweg führt zu den schönsten Aussichtspunkten.

Ein Museum im Garten Eden

Parco Scherrer | www.morcote.ch

Für viele ist es das schönste Dorf des Tessins: Morcote. Es klebt im Windschatten des Arbostora-Hügels und kommt daher auch im Winter in den Genuss eines sehr milden Klimas. Zu einer der grössten Attraktionen Morcotes avancierte der wahr gewordene Traum von Herrmann Arthur Scherrer, der als Textilhändler (1881-1956) viel in der Welt herumkam. Bei diesen Reisen entwickelte er eine besondere Liebe für Kunst und Kultur des Orients.

Am Steilhang nördlich von Morcote kaufte er sich Stück für Stück Land zusammen und begann, einen kleinen Garten Eden anzulegen. Was bis dahin ein Gewirr aus Weinberg und Gestrüpp war, entwickelte sich unter Scherrers künstlerischer Anleitung zu einem subtropischen Park aus Zypressen, Zedern, Palmen und Bambushainen.

Um für die vielen Kunstwerke und Plastiken, die Scherrer im Laufe der Jahre gesammelt hatte, ein passendes Ambiente zu schaffen, ließ er in seinem Park mehrere kleine Gebäude nach klassischen und fernöstlichen Vorbildern errichten. Neben einer Kopie des Erechtheions, eines kleinen griechischen Tempels mit Säulen in Frauengestalt, gehören dazu ein siamesisches Teehaus, ein arabischer Palast, ein kleiner Sonnentempel und sogar ein ägyptisches Mausoleum. Seit den 1970er Jahren ist der Parco Scherrer öffentlich zugänglich. Damit hat jeder Besucher die Möglichkeit, ein wenig in Paradiesphantasien zu schwelgen.

Die schwimmenden Gärten im Lago Maggiore

Isole di Brissago | www.isolebrissago.ch

Wie zwei im See verankerte Schiffe ruhen die Inseln von Brissago im Blau des Lago Maggiore. Beide sind veritable Naturparadiese. Während die kleinere der beiden Inseln nicht betreten werden darf (seltene einheimische Pflanzen sollen hier ungestört gedeihen), dient die grössere als botanischer Garten des Kantons Tessin. Rund 1500 Pflanzenarten, die sonst nur in subtropischem Klima gedeihen, werden hier seit dem 19. Jahrhundert gezogen. Der vorzügliche Windschutz der umgebenden Bergketten und das dank des Sees milde Klima machen das Wunder möglich.

Erschaffen hat diesen Garten Eden zwischen 1885 und 1928 die russische Baronin Antoinette Saint-Léger. Viele der Pflanzen, die sie auf die Insel brachte, sind immer noch zu bestaunen, so der Zimtbaum vom Himalaja, der nach Kampfer duftet, die Gladiole aus Madagaskar, die nackte Zypresse aus den nordamerikanischen Sumpfgebieten, deren Stamm ins Wasser taucht, und weitere exotische Pflanzen.

Ihr Nachfolger, der deutsche Kaufhauskönig Max Emden, setzte dieses Werk fort. In seiner neoklassischen Villa sind heute ein Restaurant und die Verwaltung des Botanischen Gartens untergebracht. Ab dem 2. April nimmt das Linienschiff mehrmals täglich von Locarno, Ascona und Ronco aus Kurs auf die schwimmenden Gärten.

Kontakt:

Omar Gisler
Ticino Turismo
Responsabile Comunicazione
Tel. 091 821 53 34



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