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SAH fordert von der Fifa: gemeinnützige Projekte statt Boni

Zürich (ots) - Milliardengewinne für die Fifa, Millionenbonus für Sepp Blatter, Schuldenberge für Südafrika. Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH fordert die Fifa auf, sich endlich wie eine "gemeinnützige Organisation" zu benehmen

Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch. Noch nie hat die Fifa soviel Geld verdient, wie mit der WM 2010 in Südafrika. Ausgerechnet mit der WM in einem Schwellenland, wo 40 Prozent der Menschen in absoluter Armut leben, verdient die Fifa 2,35 Milliarden Franken - 20 Prozent mehr als vier Jahre zuvor in Deutschland.

Die Fifa hat in Südafrika durchgedrückt, dass sie ihre Gewinne nicht versteuern muss. Für Südafrika blieb ein Finanzloch von umgerechnet fast drei Milliarden Franken, während die Fifa gewaltig abkassiert hat. Die Folge: Für dringende soziale Aufgaben bleibt in Südafrika kein Geld mehr übrig. Als "gemeinnützige Organisation" bezahlt die Fifa auch an ihrem Hauptsitz in der Schweiz keine Steuern.

Als "gemeinnützig" wird eine Tätigkeit bezeichnet, die darauf abzielt, das allgemeine Wohl zu fördern. Ob die Fifa dieser Definition noch gerecht wird, bezweifelt das SAH stark. Die so gern von der Fifa ins Rampenlicht gerückten "sozialen Entwicklungsprojekte" machen nicht einmal 150 Millionen Franken aus - gleichzeitig gönnen sich Sepp Blatter und die obersten Fifa-Manager einen Bonus von 50 Millionen Franken.

Das SAH fordert von der Fifa,

- dass sie auf ihre Gewinne Steuern zahlt. Insbesondere, wenn die WM in Schwellenländern durchgeführt wird - wie zum Beispiel 2014 in Brasilien.

- dass sie als "gemeinnützige Organisation" bei der Austragung der WM auf die Einhaltung von Menschenrechten achtet. Bislang hat sie diesbezüglich jede Verantwortung abgelehnt.

Links:

- SAH fordert Einhaltung der Menschenrechte bei der Fussball-WM: www.sah.ch/fifa

- Bilanz zur Fussball-WM in Südafrika: www.sah.ch/verpasstechance

Kontakt:

Christian Engeli
Mediensprecher SAH
Mobile: +41/79/430'82'22
E-Mail: christian.engeli@sah.ch



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