Solidar Suisse

Erwerbslosigkeit: Die Jugend ist besonders betroffen – Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH reagiert

Zürich (ots9 - Über 110'000 Menschen sind in der Schweiz erwerbslos. Und: vermehrt befinden sich gut Qualifizierte sowie Junge auf Stellensuche. Mit 14,3 Prozent verzeichneten die 20- bis 24-Jährigen gegenüber dem Vormonat September die markanteste Zunahme bei den registrierten Erwerbslosen. Dies sind die neusten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco). Das SAH ist gerade angesichts der wachsenden Jugendarbeitslosigkeit gefordert. Speziell an Jugendliche richten sich die SAH-Projekte BOA (Bildung, Orientierung und Arbeit) in Schaffhausen und SEMO (semestre de motivation) in Sion und in Vevey. Sie haben die Integration von Jugendlichen in die Arbeitswelt zum Ziel. Es handelt sich um Junge, die nach dem Schulabgang keine Lehrstelle gefunden oder ihre Ausbildung abgebrochen haben. Die Arbeits- oder Sozialämter vermitteln diese in die ein halbes Jahr dauernden SAH-Programme. Im BOA Schaffhausen, welches anfangs September 2002 startete, werden zurzeit 19 Arbeitssuchende im Alter von 16- bis 25 Jahren mittels Bildungskursen, individuellen Beratungen und Vermittlung von handwerklichen Fähigkeiten unterstützt. „Drei Jugendliche konnten wir bereits im Arbeitsmarkt platzieren“, zeigt sich der Projekt-Verantwortliche Markus Plüss zufrieden. „Ab Dezember wird das SAH Schaffhausen bereits 30 Teilnehmende betreuen. Die Nachfrage für das Arbeitsintegrationsprojekt steigt mit dem Druck des Arbeitsmarkts.“ Steigende Nachfrage auch bei den „semestres de motivation“ für 15- bis 20-Jährige in Vevey und Sion. Eloi Constantin von der SAH-Regionalstelle Wallis bestätigt: „Das SEMO Sion wies 2001 noch 14 Teilnehmende auf. Jetzt sind es 20 Jugendliche und weitere 20 sind auf der Warteliste.“ Das Projekt selbst ist seit seiner Initiierung 1997 erfolgreich. Für 75 bis 95 Prozent aller Programm-Besucherinnen und -Besucher konnte eine Lehrstelle gefunden werden. Vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitslosenzahl wäre auch die Revision der Arbeitslosenversicherung verheerend. Mit der Verlängerung der Beitragszeit von heute 6 auf künftig 12 Monate wird der Versicherungsschutz im ersten Anstellungsjahr aufgehoben. Die Jungen wären davon besonders stark betroffen. Geschätzte 14 Prozent der 20- bis 29-Jährigen würden bei erstmaliger Erwerbslosigkeit nicht mehr von der Arbeitslosenversicherung aufgefangen, sondern direkt von der Fürsorge abhängig, da sie die erforderliche Beitragszeit noch nicht erreicht haben. Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH leistet mittels zahlreichen Projekten im In- und Ausland einen aktiven Beitrag für eine sozial, politisch sowie ökonomisch gerechtere Gesellschaft und unterstützt Menschen darin, sich ein Leben in Würde und Sicherheit aufzubauen. Gründer- und Trägerorganisationen des SAH sind SP und Gewerkschaften. Spenden-Konto SAH: 80-188-1 ots Originaltext: SAH Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Stefan Gisler Medienbeauftragter Tel. +41/1/444'19'23 mailto: stefan.gisler@sah.ch [ 015 ]

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