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Irak: Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk warnt vor humanitärer Katastrophe

Zürich (ots)

Saddam im Visier – die Zivilbevölkerung als Opfer
Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH ist tief
besorgt über die Irak-Krise. Gestern Mittwoch, 13. November, hat der
Irak die UN-Resolution über Waffenkontrollen bedingungslos
akzeptiert. Die USA allerdings geben sich sehr skeptisch und
Präsident Bush droht bei der geringsten Unregelmässigkeit „Bomben
abzuwerfen und Panzer rollen zu lassen, auch ohne Zustimmung der
UNO“. Die Kriegsvorbereitungen sind in vollem Gang.
Saddam Husseins Regime unterdrückt die sozialen, politischen und
wirtschaftlichen Rechte der irakischen Bevölkerung. Dennoch
verurteilt das SAH Gewaltanwendung als Mittel zur Konfliktlösung. Ein
uneingeschränkter Krieg gegen Irak wird zu noch grösserem Leid unter
der Zivilbevölkerung führen.
Die humanitäre Lage ist bereits jetzt dramatisch. In den
vergangenen 20 Jahren haben der Irak/Iran-Krieg, die Bombardierungen
im Golfkrieg und die UN-Sanktionen zu einem wirtschaftlichen Kollaps
und grosser Armut geführt. Besonders betroffen sind Kinder unter 5
Jahren: Starben 1989 jährlich noch 7'000 Kinder an Infektionen,
Durchfallerkrankungen und Mangelernährung, waren es 1999
erschreckende 80'000 Kinder pro Jahr.
Zudem gefährdet eine massive militärische Intervention im Irak die
Aussichten auf dauerhaften Frieden und Entwicklung im Mittleren
Osten. Der Krieg radikalisiert terroristische Organisationen und
verhilft ihnen gleichzeitig zu erhöhter Akzpetanz. Das SAH befürchtet
eine Destabilisierung der ganzen Region und inbesonders die
Verschärfung des Palästina/Israel-Konflikts.
SAH bereit zu Nothilfe
Das SAH und die im Irak tätige Partnerorgansation Norwegian
Peoples Aid (NPA) gehen davon aus, dass mit einem neuen Golfkrieg
eine immense Flüchtlingswelle in benachbarte Regionen und Länder
einsetzen wird. NPA setzt sich seit 1991 im kurdischen Nordirak in
den Bereichen Minenräumung, Menschenrechte sowie der Förderung von
Kleinbetrieben und Bauern. Zusammen mit dem SAH werden jetzt
Vorbereitungen für die humanitäre Nothilfe getroffen. Im Kriegsfall
sollen Hilfsgüter für Errichtung und Unterhalt von Flüchtlingslagern
direkt und schnell im kurdischen Nordirak eingesetzt werden. Das
Schweizerische Arbeiterhilfswerk stellt dafür vorsorglich 100'000
Franken bereit.

Kontakt:

SAH
Rolf Stocker
Verantwortlicher Humanitäre Hilfe
Tel. +41/1/444'19'95
mailto:rstocker@sah.ch

Stefan Gisler
Medienbeauftragter
Tel. +41/1/444'19'23
mailto:stefan.gisler@sah.ch
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