Verein Zürcher Museen

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich ist "Museum des Monats Dezember"

    Zürich (ots) - Mit der gegenwärtigen Doppelausstellung "Trommeln der Schamanen" und "Schamanen der nördlichen Magar. Eine Ethnographie in Bildern" verabschiedet sich Professor Michael Oppitz altershalber als Direktor des Völkerkundemuseums  der Universität Zürich. Mit dieser Ausstellung gelingt ihm eine Welt-Urausstellung. Zum ersten Mal wird das gesamte Spektrum der Schamanentrommeln aus dem nordasiatischen Raum und der Himalajaregion gezeigt und gedeutet.

    Der hohe künstlerische und religionswissenschaftliche Aussagewert der Ausstellung "Trommeln der Schamanen" bewegte den Verein Zürcher Museen (VZM), das Völkerkundemuseum als "Museum des Monats" zu erküren. Ausschlaggebend für die Verleihung dieses Prädikats war die einzigartige Ausstellungstiefe, die auf das wichtigste Hilfsmittel schamanistischer Aktivitäten fokussiert: die Schamanentrommel. Die Exponate stammen aus einer Vielzahl von namhaften Museen und Sammlungen aus verschiedenen Ländern. Die Objektwahl bezeugt eine religiöse Praxis, die seit Jahrhunderten von Heilern, Seelenführern und Visionären der schriftlosen Völker Asiens, Skandinaviens und Nordamerikas gepflegt wurde und teilweise heute noch lebendig ist.

    Die über Hundert ausgestellten Trommeln, Schlegel und Figurinen - gepaart mit einer breiten Präsentation von Trommelmalereien - geben einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Ausprägungen eines weit verbreiteten Weltbildes, das auch zu unserem eigenen spirituellen Erbe gehört. Die Kraft der Objekte ersparte den Ausstellungsmachern jede dramaturgische Aufbereitung. Die Exponate sprechen für sich und lassen die Besuchenden nachvollziehen, warum die Trommeln für die schamanistischen Völker halbwegs gebändigte, halbwegs ungezähmte Lebewesen sind.

    Die Parallelausstellung "Schamanen der nördlichen Magar" ist eine in ihrer Schlichtheit bezaubernde Fotoinstallation. Sie zeigt die von Michael Oppitz im nepalesischen Himalaja am Fusse des Dhaulagiri-Massivs mit Schwarzweiss-Bildern dokumentierte Lokalkultur der Magar. Indem die Ausstellung den Ablauf der rituellen Handlungen der Magar-Schamanen in den Kontext des Alltags dieses Bergvolkes stellt, vermittelt sie den Besuchenden mehr als Exotik. Der magische Überbau der nördlichen Magar wird einem als lebensbestimmende Spiritualität nahe gebracht. Deshalb berührt die Abschiedsausstellung von Michael Oppitz doppelt.

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