Verein Zürcher Museen

Museum Bellerive Zürich ist "Museum des Monats April 07"

Zürich (ots) - Der Verein Zürcher Museen erkürte das Museum Bellerive Zürich als Museum des Monats April. Ausschlaggebend für diese Wahl ist die gegenwärtige Ausstellung über die Gestalterin, Architektin und Tänzerin Sophie Taeuber-Arp (1889-1943) - eine der vielseitigsten und experimentierfreudigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung leistet einerseits einen kunstgeschichtlich wichtigen Beitrag, zumal sie erstmals das interdisziplinäre Wirken der Künstlerin zwischen Kunst, Kunsthandwerk, Architektur und Design untersucht und ihr Oeuvre anhand von einzigartigen Objekten aufzeigt. Anderseits würdigt die Ausstellung das angewandte Schaffen einer Pionierin der konstruktiven Kunst, die zwar im Kanton Appenzell aufgewachsen ist, aber mit der Stadt Zürich eng verbunden war. Die Tatsache, dass Sophie Taeuber-Arp neben ihrer Tätigkeit als bildende Künstlerin auch wegweisend im Bereich der angewandten Kunst war und sich als Künstlerin wesentlich über diesen Bereich definierte, ist wenig bekannt. Das Museum Bellerive hat die Ergebnisse von Taeuber-Arps Arbeit auf dem Gebiet der angewandten Kunst erstmals vertieft untersucht und zeigt auf, dass ihr entsprechendes Werk und ihre Beiträge zur bildenden Kunst gleichwertig sind. Den Ausstellungsmacherinnen ist es gelungen, das vielfältige Wirken der Künstlerin in verschiedensten Arbeitsfeldern und in unterschiedlichsten künstlerischen Partnerschaften auf konzentrierte Weise zusammenzuführen. Neben einer Vielzahl von Einzelobjekten und Entwürfen werden auch referenzielle Exponate aus dem nächsten Umfeld der Gestalterin gezeigt. Mit ihrem künstlerischen Wirken hat Sophie Taeuber-Arp auch Meilensteine im Zürcher Kulturgeschehen gesetzt. Die thematisch gegliederte Ausstellung verdeutlicht in den verschiedenen Werkgruppen der Künstlerin auch ihre vielseitigen Bezüge zur Stadt Zürich. So tanzte sie hier bei Rudolf von Laban, auf Künstlermaskenbällen und an Dada-Soireen und betätigte sich auch als Grafikerin. Einmalig sind ihre für das von den Dadaisten aktualisierte Marionettenspiel "König Hirsch" geschaffenen Figuren. Die Kühnheit der im Museum Bellerive erstmals vollzählig ausgestellten Originale erregt noch heute grosses Aufsehen. Das Marionettenspiel, ebenfalls Bewegungskunst, widerspiegelt Sophie Taeuber-Arps Leidenschaft für den Ausdruckstanz und ist gleichzeitig eine Referenz für ihre durchwegs klare Formensprache. Die Ausstellung im Museum Bellerive dauert bis 20. Mai 2007. ots Originaltext: Verein Zürcher Museum Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Yves Schumacher Geschäftsführer VZM Tel.: +41/44/991'14'14 Bildmaterial: Jacqueline Greenspan, Museum Bellerive Tel.: +41/43/446'69'06

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