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Aufwand für Forschung und Entwicklung auf neuem Rekordhoch - Apple gilt als innovativstes Unternehmen

Zürich (ots) - Die 1000 grössten Unternehmen weltweit steigern Aufwand für Forschung und Entwicklung um 5,8 Prozent auf USD 638 Milliarden / Roche hinter Volkswagen und Samsung auf Platz 3 der Unternehmen mit dem höchsten F&E-Aufwand / Tesla erstmals in Top-10 der innovativsten Firmen / 8,1 Prozent des F&E-Aufwandes werden in digitale Instrumente investiert

Zum neunten Mal untersuchte die internationale Strategieberatung Booz & Company im Rahmen ihrer "Global Innovation 1000"-Studie das Innovationsverhalten der 1000 börsenkotierten Unternehmen mit dem höchsten Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E). Der F&E-Aufwand der untersuchten Firmen erreichte mit USD 638 Milliarden ein neues Rekordhoch. Dennoch ging das Wachstum nach krisenbedingten Einschnitten und einer Aufholbewegung in den beiden Vorjahren auf den langfristigen Durchschnitt von 5,8 Prozent zurück. Mit einem F&E-Volumen von USD 11,4 Milliarden ist Volkswagen neuer Spitzenreiter des F&E-Rankings gefolgt von Samsung mit einem F&E-Aufwand von USD 10,4 Milliarden. Als innovativstes Unternehmen gilt weiterhin Apple vor Google, während es Samsung auch in dieser Rangliste erstmals in die Top-3 schafft.

Carlos Ammann, Geschäftsführer von Booz & Company in der Schweiz, kommentiert: "Einmal mehr ist eine der zentralen Erkenntnisse unserer Studie, dass ein höherer Aufwand für F&E nicht automatisch bessere Ergebnisse garantiert. Die zehn Unternehmen, die als am innovativsten gelten, schneiden bei den Kennzahlen deutlich besser ab als die zehn Unternehmen mit dem höchsten F&E-Aufwand."

Fünf Schweizer Unternehmen in den Top-100 - hohe Forschungsintensität

Die 30 von der Studie erfassten Unternehmen mit Sitz in der Schweiz investierten USD 31,1 Milliarden in F&E, was 4,9 Prozent der gesamten F&E-Aufwendungen der Top-1000 Unternehmen ausmacht. 18 der 30 Unternehmen erhöhten ihren F&E-Aufwand gegenüber dem Vorjahr. Dabei weisen die Schweizer Unternehmen mit 8,0 Prozent eine hohe Forschungsintensität aus. Der weltweite Durchschnitt für das Verhältnis von F&E-Aufwand zu Umsatz liegt bei 3,6 Prozent. Über 60 Prozent des F&E-Aufwandes von Schweizer Unternehmen entfallen auf die beiden Pharmaunternehmen Roche und Novartis. Roche erhöhte den F&E-Aufwand um 8,1 Prozent auf USD 10,2 Milliarden und liegt damit wie im Vorjahr auf Platz 3 der Rangliste. Bei Novartis ging der F&E-Aufwand um 2,1 Prozent auf USD 9,3 Milliarden zurück, womit das Unternehmen in der Rangliste Platz 7 einnimmt. Die weiteren Unternehmen mit Schweizer Hauptsitz in den Top-100 sind der in Genf ansässige Halbleiterproduzent STMicroelectronics (58), der Nahrungsmittel-Multi Nestlé (84) sowie der Energie- und Automationstechnik-Konzern ABB (96). Knapp dahinter folgt auf Platz 113 das Agrarmittelunternehmen Syngenta. Die stärksten Erhöhungen der F&E-Aufwendungen verzeichneten Lonza und Sika, welche ihre Investitionen in diesem Bereich mehr als verdoppelten. Die höchste Forschungsintensität weist mit 28,8 Prozent STMicroelectronics aus.

Computer- und Elektronikindustrie mit höchstem F&E-Aufwand

Mit 27,0 Prozent haben die Unternehmen aus der Computer- und Elektronikindustrie den grössten Anteil am globalen F&E-Aufwand. Das Wachstum war mit 2,0 Prozent aber unterdurchschnittlich. Der Anteil der Gesamtausgaben der Unternehmen aus der Healthcare-Branche macht 22,0 Prozent aus. Das Wachstum lag in diesem Bereich bei 7,1 Prozent. Das grösste Wachstum verzeichnete mit 22,1 Prozent die Software- und Internetindustrie. Der Anteil dieser Branche an den gesamten F&E-Aufwendungen liegt bei 8,0 Prozent.

China steigert F&E-Aufwendungen rasant

Auf Unternehmen aus Nordamerika (39,0 Prozent) und Europa (29,7 Prozent) entfällt nach wie vor der mit Abstand grösste Anteil der F&E-Aufwendungen. Japan folgt mit 21,0 Prozent. China hat seinen Anteil in den letzten fünf Jahren auf 3,2 Prozent verachtfacht. Die Wachstumsraten der Regionen unterscheiden sich deutlich. Zwar verlangsamte sich die Steigerung der F&E-Aufwendungen chinesischer Firmen, beträgt aber noch immer hohe 35,8 Prozent. Die F&E-Aufwendungen der nordamerikanischen Unternehmen erhöhten sich um 8,6 Prozent. In Europa belief sich das Wachstum auf 4,5 Prozent und liegt damit krisenbedingt unter dem langjährigen Durchschnitt. Die F&E-Aufwendungen der von der Studie erfassten japanischen Unternehmen gingen erstmals seit der Rezession von 2008/9 wieder zurück und zwar um 3,6 Prozent.

Apple gilt als innovativstes Unternehmen - Tesla erstmals in Top-10

Um vertiefende Erkenntnisse über die Art der F&E-Investitionen und die Innovationstätigkeit zu erhalten, führte Booz & Company wie in den Vorjahren eine Umfrage unter rund 400 internationalen Führungskräften aus den forschungsintensiven Branchen durch. Dabei wurde auch danach gefragt, wer aus Sicht dieser Experten die innovativsten Unternehmen sind. Zum vierten Mal in Folge belegen Apple und Google in dieser Rangliste die Spitzenplätze. Dahinter gab es einige bemerkenswerte Verschiebungen. Samsung setzte den Aufstiegstrend fort und verdrängte 3M von Platz 3. 3M musste sich auch noch von Amazon überholen lassen. Elektroauto-Hersteller Tesla taucht zum ersten Mal in den Top-10 der innovativsten Unternehmen auf und belegt Platz 9. Facebook hatte letztes Jahr die Top-10 knapp verpasst, schaffte es aber dieses Jahr wieder auf Platz 10. Aus den Top-10 gefallen sind Toyota und Procter & Gamble. Als wichtiger Innovationstreiber stellte sich die Digitalisierung heraus. Carlos Ammann: "Gemäss Umfrageergebnis werden 8,1 Prozent des F&E-Aufwandes in digitale Instrumente investiert, sei es um mit Rapid Prototyping oder 3D-Druckern die Produktivität des Innovationsprozesses zu erhöhen oder durch soziale Medien und Monitoring-Instrumente die Kenntnisse über die Markt- und Kundenbedürfnisse zu verbessern. Gerade letztere gewinnen in immer mehr Industrien rasch an Bedeutung und werden das Innovationsverhalten nachhaltig verändern."

Über Booz & Company:

Booz & Company (booz.com) ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Wir entwickeln massgeschneiderte Problemlösungen und prägen die Senior Agenda international führender Konzerne. Dabei setzen wir auf das Branchenwissen und die Expertise von über 3'000 Mitarbeitern in 57 Büros weltweit. Wir unterstützen unsere Klienten in enger, vertrauensvoller Zusammenarbeit und erarbeiten mit ihnen differenzierende Kernkompetenzen, damit sie sich am Markt erfolgreich positionieren können.

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