ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Weiterbildung Transportgewerbe: Pflicht vorbildlich erfüllt - künftig noch mehr Praxisbezug statt Erfüllungstheorie

Bern (ots) - Der Schweiz. Nutzfahrzeugverband ASTAG zieht ein positives Fazit zum Ablauf der ersten CZV-Weiterbildungsperiode im Transportgewerbe. Termingerecht zum 31. August 2014 wurde die obligatorische Weiterbildungspflicht zum allergrössten Teil erfüllt. Pro Chauffeur mussten innert 5 Jahren insgesamt 5 Kurstage à 7 Stunden besucht werden. Die Branche leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Arbeits- und Verkehrssicherheit. Anderseits entstand jedoch ein massiver Mehraufwand an Zeit und Kosten. Zudem wurde der Berufseinstieg massiv erschwert. Umso wichtiger ist, dass die obligatorische Aus- und Weiterbildung möglichst viel Praxisbezug aufweist. Mit einem qualitativ hochstehenden Kursangebot zu fairen Preisen engagiert sich die ASTAG selbst für eine effiziente Umsetzung der CZV-Weiterbildung.

Mit Stichtag vom 31. August 2014 ist die erste 5-Jahres-Frist für die regelmässige und obligatorische Weiterbildung im Strassentransport abgelaufen. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG stellt fest, dass die Vorgaben - trotz enormen Mehrkosten und Zusatzaufwand - vom allergrössten Teil der Branche pünktlich und pflichtgemäss erfüllt wurden. Somit sind alle Chauffeure mit einem Führerausweis der Kategorien D/D1 (Personen) und C/C1 (Güter) ab dem 1. September 2014 zusätzlich mit einem Fähigkeitsausweis unterwegs. «Das Transportgewerbe hat die Hausaufgaben gemacht», sagt ASTAG-Zentralpräsident Adrian Amstutz: «Zu verdanken ist dies einem eigentlichen Kraftakt von Unternehmen und Chauffeuren - im Interesse von Wirtschaft, Konsumentinnen und Konsumenten!

Die neue Weiterbildungspflicht wurde mit der Chauffeurzulassungsverordnung (CZV) von 2008 eingeführt. Seither müssen Berufsfahrerinnen und -fahrer im gewerbsmässigen Personen- und Gütertransport regelmässig Kurse besuchen. Obligatorisch sind 5 Kurstage à 7 Stunden alle 5 Jahre. Damit leistet das Transportgewerbe auch einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Arbeits- und Verkehrssicherheit.

Praktiker am Steuer - nicht Theoretiker

Umgekehrt führt die CZV-Weiterbildungspflicht zu massiven Zusatzbelastungen. Mit den Kurskosten steigt der Personalaufwand. Ausserdem muss Zeit reserviert werden, die sonst für Kundenaufträge oder für Ruhzeiten des Fahrpersonals zur Verfügung steht. Vor allem aber wurden die staatlichen Anforderungen an den Chauffeurberuf mit der CZV enorm erhöht. Anstelle von praktischen Fähigkeiten werden von den Behörden zunehmend theoretische Kenntnisse verlangt. Die negative Folge ist, dass der Berufseinstieg für primär handwerklich begabte Jugendliche und Quereinsteiger unnötig erschwert wird. Für die ASTAG ist daher klar: Es darf keine weiteren Verschärfungen geben. Die Aus- und Weiterbildung hat der täglichen Arbeit zu dienen, nicht den Interessen der Kontrollbürokratie. Darum braucht es insgesamt möglichst viel Praxisbezug statt Erfüllungstheorie: «Die schleichende Verakademisierung des Chauffeurberufs muss umgehend gestoppt werden», fordert Adrian Amstutz: «Transportprofis arbeiten mit dem Nutzfahrzeug, nicht auf einem Bürostuhl!»

Grosses Engagement der ASTAG

Im Interesse der gesamten Branche engagiert sich die ASTAG umso stärker für eine effiziente, speditive und möglichst kostengünstige Umsetzung der CZV-Weiterbildungspflicht. Insbesondere wird eine breite Palette an professionellen, qualitativ hochstehenden Kursen zu fairen Preisen angeboten. Dabei steht immer der Praxisbezug im Zentrum. Für «Spätzünder», die alle Kurstage kurz vor Fristablauf auf einmal absolvieren wollen, fanden ausserdem CZV-Intensivwochen am neuen, topmodernen Standort Mobilcity in Bern statt. Der Erfolg ist beeindruckend: Jährlich darf die ASTAG mehrere hundert Kurse für mehr als 15'000 Teilnehmende durchführen. «Damit können wir die grassierende staatliche Überreglementierung des Chauffeurberufs zumindest etwas abfedern», ist Adrian Amstutz überzeugt.

Kontakt:

ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Paul Althaus
031 370 85 67



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