ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Engpassbeseitigung statt generelles Überholverbot!

Bern (ots) - Überholmanöver von Lastwagen behindern den Verkehr und schaden dem Image des gesamten Strassentransports. Die ASTAG unterstützt deshalb Massnahmen gegen «Elefantenrennen» bis zu einem gewissen Grad. Sie lehnt aber ein generelles Überholverbot für schwere Nutzfahrzeuge nach wie vor ab. In Frage kommen höchstens zeitlich und örtlich begrenzte Überholverbote. Wichtiger wäre aber vor allem die Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz. Damit könnte der Verkehrsfluss gewährleistet werden.

Überholmanöver von schweren Nutzfahrzeugen, sogenannte «Elefantenrennen», die den Verkehrsfluss auf den Nationalstrassen beeinträchtigen, schaden dem Image des Strassentransports. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG hat deshalb verschiedentlich - zusammen mit Les Routiers Suisses - umfassende Kampagnen gegen «Elefantenrennen» durchgeführt. Ein Gesuch für eine weitere Aktion wurde 2009 vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) zuletzt abgelehnt; der Nutzen für die Verkehrssicherheit sei nicht erwiesen. Mit Annahme der Motion «Keine Elefantenrennen auf Autobahnen» haben sich National- und Ständerat dafür entschieden, ein partielles Überholverbot für LKW einzuführen. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat jetzt derartige Massnahmen verfügt.

ASTAG fordert gezielte Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz

«Elefantenrennen» bringen Nachteile mit sich. Trotzdem lehnt die ASTAG ein schweizweites generelles Überholverbot für schwere Nutzfahrzeuge als eine weitere Zwangsmassnahme im Strassentransport nach wie vor ab.

Die Transportunternehmer wie auch die Chauffeure lehnen - wie der Bundesrat und das Parlament - ein generelles Überholverbot auf Autobahnen ab. Es kann nicht sein, dass stark motorisierte, leicht- oder unbeladene Lastwagen an mässigen Steigungen und Gefällen hinter schwer beladenen Fahrzeugen zurückbleiben müssen. An exponierten Stellen sowie auf stark belasteten Autobahnabschnitten sind örtlich und zeitlich begrenzte, von der aktuellen Verkehrslage abhängige Überholverbote - wie jetzt erlassen - denkbar. Voraussetzung sind allerdings klare, einheitliche Kriterien. Die ASTAG wehrt sich auch nicht gegen ein grundsätzliches Überholverbot in Tunneln.

Vor allem aber: Die wirksamste Massnahme gegen «Elefantenrennen» ist jedoch die gezielte Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz. Mit einem Ausbau auf 6 Spuren kann der Verkehrsfluss auf den heute vorwiegend noch 4-spurigen Autobahnen markant verbessert werden.

Kontakt:

ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Michael Gehrken
Weissenbühlweg 3
3007 Bern
Tel. 031 370 85 24



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