ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Wirtschaftskrise: Strassentransportbranche massiv unter Druck!

    Bern (ots) - Die gegenwärtige Wirtschaftskrise hat gravierende Auswirkungen auf die Strassentransportbranche. Nach einem ersten Einbruch schon im letzten Quartal 2008 nimmt das Frachtvolumen laufend ab. Zudem setzen den Unternehmungen die teilweise irrealistischen Preisvorstellungen der Kunden zu. Da gleichzeitig gewisse Kosten weiter angestiegen sind, insbesondere wegen der massiven Abgabenlast durch den Bund, sind tiefgreifende Massnahmen (Entlassungen, Fahrzeugstilllegungen) notwendig. Nicht nur kleinere Unternehmen geraten zunehmend unter Druck. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG fordert deshalb, dass Politik und Behörden auf neue Massnahmen gegen den Strassentransports nun endlich verzichten.

    Mit der Ausweitung der Finanzkrise zur weltweit spürbaren Wirtschaftskrise ist auch die Strassentransportbranche in der Schweiz massiv betroffen. Erste negative Tendenzen haben sich schon im letzten Quartal 2008 abgezeichnet, wobei primär der internationale Verkehr betroffen war. Inzwischen ist das Auftrags- und Frachtvolumen insbesondere im internationalen Geschäft weiter eingebrochen. Aber auch im inländischen Verkehr wird es zunehmend schwieriger, genügend Fracht zu akquirieren, um die bestehenden Ressourcen (Fahrzeugpark, Personal) auszulasten. Wie eine Erhebung der International Road Union (IRU) zeigt, sinken international ausserdem auch die Preise, die am Markt noch durchgesetzt werden können.

    Fehlende Entlastung auf Kostenseite

    Auf der Kostenseite hingegen ist keine Entlastung zu spüren. Im Gegenteil, die Abgabenlast, die dem Strassentransport durch den Staat aufgebürdet wird, steigt laufend an. So hat der Bund beispielsweise erst anfangs dieses Jahres die LSVA-Abgabensätze für den Grossteil der schweizerischen Lastwagen wieder alle Vernunft noch einmal massiv um 18 Prozent erhöht. Gleichzeitig beginnt auch immer mehr das vom Bund verfügte Weiterbildungsobligatorium zu greifen, welches zusätzliche Kosten schafft.

    Mit grössten Problemen sehen sich insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen mit einer geringen Anzahl von Nutzfahrzeugen konfrontiert. Hier fehlt es aufgrund der dramatisch eingebrochenen Auftrags- und Ertragszahlen oft an der nötigen Liquidität. Zudem kann der Fahrzeugpark und Personalbestand teilweise gar nicht reduziert werden, da es sich um Kleinstunternehmen (so genannte Selbstfahrer) handelt! Die Krux daran ist, dass es sich dabei im Grundsatz vorwiegend um gesunde Betriebe und Chauffeure handelt, die für ihre Region im Normalfall unentbehrliche Dienstleistungen erbringen.

    Der Schweizerischen Nutzfahrzeugverband ASTAG wird deshalb im Rahmen seiner Führungsgremien über allfällige Massnahmen beraten. Im Vordergrund stehen politische Vorstösse, um die Rahmenbedingungen für das hart betroffene Transportgewerbe rasch und nachhaltig zu verbessern. Insbesondere fordert die ASTAG aber, dass Behörden und Politik momentan keine weiteren Massnahmen mehr ergreifen, die die KMU noch mehr in Notlage bringen könnten!

Kontakt:
ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Michael Gehrken
Weissenbühlweg 3, 3007 Bern
Tel. 079 613 75 64



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