ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Via Sicura: Verkehrssicherheit ja - Generelle Kriminalisierung der Verkehrsteilnehmer Nein

    Bern (ots) - Die Verkehrssicherheit gehört zu den zentralen Anliegen des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands ASTAG. Angesichts der stark rückläufigen Unfall- und Opferzahlen im Strassentransport geht die geplante Vorgehensweise des Bundes im Rahmen von Via Sicura jedoch zu weit. Statt einer Bevormundung und generellen Kriminalisierung der Verkehrsteilnehmer muss die Wirksamkeit im Vordergrund stehen. Die ASTAG unterstützt und fordert in ihrer Vernehmlassungsantwort zu Via sicura deshalb vor allem Massnahmen im infrastrukturellen und betrieblichen Bereich.

    Für den Schweizerischen Nutzfahrzeugverband ASTAG gehört Verkehrssicherheit zu einer wichtigen Aufgabe. Seit Jahren besteht deshalb ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsangebot für Unternehmer und Chauffeure. Als Erfolg kann ein anhaltender und starker Rückgang der Unfall- und Opferzahlen im Strassentransport ausgewiesen werden. So nahm die Anzahl der schwer oder tödlichen Verletzten bei Unfällen mit Nutzfahrzeugen allein in den letzten 10 Jahren insgesamt um fast 40 Prozent ab!

    Aus Sicht der ASTAG geht das Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr (Via Sicura) viel zu weit. Störend ist dabei insbesondere, dass eine grosse Mehrheit der Fahrzeuglenker, die sich korrekt verhält, offenbar für das Fehlverhalten einer Minderheit bestraft und faktisch kriminalisiert werden soll. Eine Bevormundung oder sogar Kriminalisierung der Motorfahrzeuglenker und -lenkerinnen ist jedoch unnötig und ohne nachgewiesene Wirkung. Sie wird deshalb strikte abgelehnt.

    Finanzierung nur mit vorhandenen Mitteln!

    Prioritär ist stattdessen auf die Wirksamkeit und Akzeptanz des Gesetzesentwurfs zu achten. Als besserer Lösungsansatz eignen sich vor allem Massnahmen im betrieblichen und infrastrukturellen Bereich. So muss endlich der Um- und Ausbau der Strasseninfrastruktur an besonders exponierten Verkehrswegen in Angriff genommen werden. Bei der Finanzierung von Via Sicura gilt es ausserdem zu beachten, dass der Strassen(schwer)verkehr bereits heute übermässig belastet wird. Die ASTAG fordert deshalb, dass Via Sicura vollumfänglich mit den bisher verfügbaren Mitteln zu finanzieren ist. Weitergehende Finanzierungsvorschläge lehnt der Verband ab!

Kontakt:
ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Michael Gehrken
Weissenbühlweg 3, 3007 Bern
Tel. 031 370 85 24



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