ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Dieselpreisanstieg: Transporteure mit dem Rücken zur Wand

    Bern (ots) - Die ansteigenden Dieselpreise stellen die Strassentransportbranche vor immer grössere Schwierigkeiten. Zahlreiche Unternehmen zehren bereits von den Reserven. Das grösste Problem ist einerseits der hohe Anteil der fiskalischen Abgaben, die mittlerweile über 90 Rappen pro Liter betragen. Anderseits besteht aufgrund langfristiger Transportaufträge oft keine Möglichkeit, die höheren Kosten an die Kunden weiter zu verrechnen. Insbesondere dort, wo davon die öffentliche Hand profitiert, ist dies störend! Die ASTAG fordert den Bund und die Kantone deshalb auf, ihre eigene Preis- und Vergabepolitik umgehend zu überdenken.

    Angesichts der dramatischen Preisexplosion bei den Dieselkraftstoffen stehen die Strassentransporteure zunehmend mit dem Rücken zur Wand. So mussten die Unternehmen von anfangs Jahr bis heute einen Preisanstieg von durchschnittlich CHF 1.94 inklusive Mehrwertsteuer auf CHF 2.25 hinnehmen. Als Folge davon zehren die meisten Betriebe bereits jetzt von der Substanz bzw. leben von ihren Reserven. Besonders massiv schlägt dabei der ausserordentlich hohe Anteil an fiskalischen Abgaben zu Buche. Er liegt inzwischen bei über 90 Rappen pro Liter und ist deshalb auch im Parlament zum Thema geworden.

    Schwerwiegende Folgen haben zudem die längerfristigen fixen Transportverträge, die in vielen Bereichen des Strassentransports üblich sind. So besteht etwa im Baustellen- oder im Nahverkehr kaum eine Möglichkeit, die höheren Dieselpreise mittels eines Dieselpreiszuschlags kurzfristig auf die Kundschaft zu überwälzen. Entsprechend sind die Transportpreise gerade im Baustellenverkehr gegenüber 2007 gemäss KBOB-Index nur minim gestiegen. Besonders störend ist dies, wo Aufträge von der öffentlichen Hand stammen, die ihrerseits schon von den hohen Abgaben profitiert!

    Die ASTAG fordert den Bund und die Kantone deshalb auf, dass die Preispolitik umgehend überdacht werden muss. Konkret braucht es neben der Reduktion der Verbrauchssteuer des Diesels auch einen Mechanismus, der Preisänderungen aufgrund der Dieselpreisentwicklung bei öffentlichen Aufträgen zwingend vorsieht. Anpassungen der Transportpreise im laufenden Jahr sind zudem unumgänglich.

Kontakt:
ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Michael Gehrken
Weissenbühlweg 3, 3007 Bern
Tel. 031 370 85 24



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