ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

ASTAG: LSVA - und sie schadet doch

    Bern (ots) - Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG hat von der Studie zu den Auswirkungen der LSVA Kenntnis genommen. Er ist erfreut, dass die zuständigen Bundesämter die Anstrengungen und Effizienzsteigerungen des Strassennutzverkehrs lobend hervorgehoben haben. Nicht teilen kann die ASTAG jedoch die Auffassung, dass sich die Einführung der LSVA kaum auf die Randregionen ausgewirkt hätte. Insbesondere die nochmalige LSVA-Erhöhung per 2008 wird sich voll auf die Transportpreise niederschlagen, weil die mit der Gewichtserhöhung verbundenen Produktivitätsgewinne nach 2005 bereits vollständig ausgeschöpft wurden. Dies haben Experten in jüngster Vergangenheit mehrfach bestätigt.

    Dass mit der Erhöhung des höchstzulässigen Gesamtgewichtes von 28 auf 40 Tonnen eine Produktivitätssteigerung einhergegangen ist, trifft für den Transport schwerer Güter wie etwa Steine, Mineralöl oder Getränke zweifelsfrei zu. Allerdings hat dieser Schritt auch gewaltige Investitionen der Unternehmer in neue Fahrzeuge vorausgesetzt. Derartige Investitionen stehen übrigens weiterhin an, nachdem die Lastwagen schneller in die nach Emissionen teureren LSVA-Stufen abklassiert werden, als sie amortisiert werden können. Es liegt auf der Hand, dass die anfallenden Investitionen in die Kalkulation des Transportpreises integriert werden.

    Die Studie bezieht sich auf die Einführung der LSVA im Jahr 2001 und deren Erhöhung im 2005. Dass in dieser Periode, wie oben erwähnt, gewisse Produktivitätssteigerung dank Erhöhung der Gewichtslimite der Wirtschaft und der Bevölkerung zu Gute gekommen sind, ist unbestritten. Die beschlossene LSVA-Erhöhung per 2008 wird jedoch uneingeschränkt auf die Transportpreise durchschlagen, denn jetzt gibt es keine Möglichkeit der Kompensation mehr. Gerade deshalb haben sich alle wichtigen Wirtschaftsverbände entschlossen gegen diesen weitere Abgabenaufschlag gewehrt. Leider erfolglos.

    Zu den einzelnen in der Studie erwähnten Zahlen kann hier nicht Stellung genommen werden. Tatsache ist, dass die LSVA im 2006 Netto-Einnahmen  in der Höhe von 1305 Millionen Franken eingebracht hat. Und es versteht sich, dass LSVA-Kosten, die pro Lastzug oft den grösseren Block ausmachen als der Fahrerlohn, im Markt weiterverrechnet werden müssen.    

ots Originaltext: ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
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