ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Landesvereinbarung im Transportgewerbe anfangs 2006 in Kraft

      Bern (ots) - Die zwischen der ASTAG und den Routiers Suisses
abgeschlossene Landesvereinbarung für die Transportbranche tritt am
1. Januar 2006 in Kraft. Die ASTAG-Sektionen können ergänzende
sozialpartnerschaftliche Bestimmungen für ihre Regionen ausarbeiten.
Von einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit der UNIA sieht die ASTAG ab:
Die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen reichen aus, um auch in
Zukunft gute Arbeitsbedingungen gewährleisten zu können. Zudem
vertritt die Gewerkschaft UNIA - im Gegensatz zu den Routiers Suisses
- nur wenige Mitglieder im Strassentransportgewerbe.

    Trotz hoher Steuern und Abgaben, steigendem Preisdruck und zunehmender internationaler Konkurrenz ist das Lohnniveau in der Transportbranche nicht tief. Dies belegt nicht zuletzt eine Umfrage der Routiers Suisses bei ihren Mitgliedern. Chauffeure kînnen nicht mit Arbeitnehmenden in Niedriglohn-Branchen verglichen werden. Die hohen und steigenden Anforderungen (Stichwort: Verkehrssicherheit, obligatorische Weiterbildung etc.) lassen einen Vergleich mit unqualifizierten und ungelernten Arbeitskräften in anderen Branchen hinfällig werden. Dementsprechend sind auch die Löhne höher!

    Damit dies so bleibt hat die ASTAG mit den Routiers Suisses eine Landesvereinbarung abgeschlossen. Diese wird am 1. Januar 2006 in Kraft treten. Sie regelt die Sozialpartnerschaft (Lohnabrechnung, Ferienansprüche, Überzeit, Weiterbildung etc.) zwischen den Arbeitgebern im Strassentransportgewerbe und den 15'000 Mitgliedern der Routiers Suisses. Die ASTAG-Sektionen kînnen zudem in ihren Regionen ergänzende Bestimmungen mit den Routiers Suisses ausarbeiten. Damit kann den regional ganz unterschiedlichen Bedürfnissen besser Rechnung getragen werden.

    Demgegenüber lehnt die ASTAG einen Gesamtarbeitsvertrag, wie ihn die Gewerkschaft UNIA fordert ab. Ein nationaler Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ist überflüssig: Für die Chauffeure stehen in der Praxis nicht Lohnfragen, sondern zusehends verkehrspolitische Massnahmen als Probleme im Vordergrund. Eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Strassentransportgewerbe führt in erster Linie über eine arbeitnehmernehmerfreundlichere Verkehrspolitik. Diese sorgt infrastrukturseitig dafür, dass die Chauffeure ihren Job Überhaupt ausführen kînnen.

ots Originaltext: ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
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Weissenbühlweg 3
3007 Bern
Tel. +41/31/370'85'24



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