Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft

MS-Symposium "State of the Art 2007": Die chronische Phase der Multiplen Sklerose

MS-Symposium "State of the Art 2007": Die chronische Phase der Multiplen Sklerose
Prof. Achim Gass, Basel, Prof. Jürg Kesslring, Valens, Dr. Alexandra Kutzelnigg, Wien, Prof. Ludwig Kappos, Basel, Prof. Rebecca Spirig, Basel, Prof. Norbert Goebels, Zürich, Vera Rentsch, Zürich, Bernd Anderseck, Valens (v.l.n.r.). Weiterer Text über ots. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte ...
Luzern (ots) - Das 9. Symposium "State of the Art" mit namhaften MS-Spezialisten aus Europa fand am Samstag, 27. Januar 2007, im KKL in Luzern statt. An diesem Fachkongress über Multiple Sklerose nahmen rund 150 praktizierende Neurologen sowie medizinische Fachleute aus MS-relevanten Bereichen teil. Schwerpunkt der Tagung war die chronische Phase der Multiplen Sklerose. Das Symposium der Schweiz. MS-Gesellschaft stand unter der Leitung von Prof. Jürg Kesselring, Valens, und Prof. Ludwig Kappos, Basel. Zum 9. Mal wurde im KKL Luzern das Symposium State of the Art zur Multiplen Sklerose durchgeführt. Zu diesem von der Schweiz. MS-Gesellschaft organisierten Anlass trafen sich Neurologinnen und Neurologen, aber auch Angehörige anderer medizinischer Berufe, um sich über den neusten Stand des Wissens zur Multiplen Sklerose zu informieren. Im Mittelpunkt der von den Professoren Jürg Kesselring und Ludwig Kappos geleiteten Veranstaltung stand dieses Jahr das Thema der chronischen Phase der MS. In mehreren Vorträgen wurden neue Erkenntnisse zur Pathologie und Diagnostik der chronischen Phase der MS vorgestellt, ebenso der aktuelle Stand der therapeutischen Bemühungen, die bei chronischen oder sekundär-progredienten Verläufen im Gegensatz zu den schubförmigen wesentlich weniger zu bieten haben. Dies ist vermutlich auf eine in der chronischen Phase geringere oder zumindest anders geartete Rolle des Immunsystems in der Krankheitsentstehung zurückzuführen. Es liegt nahe, dass deshalb auch andere Therapieprinzipien erforderlich sind, so zum Beispiel Medikamente, die neuroprotektiv (die Nervenzellen schützend) wirken. So soll im Laufe des Jahres 2007 eine internationale Studie mit einem neuroprotektiv wirkenden AMPA-Antagonisten beginnen. Auch in der täglichen Betreuung von MS-Betroffenen tut sich etwas: Die MS-Gesellschaft wird die Stiftung "MS Care" gründen. "MS Care" wird eine umfassende Betreuung der MS-Betroffenen zu allen wesentlichen pflegerischen Aspekten anbieten. Die Stiftung arbeitet nicht profitorientiert, ist unabhängig und neutral. Eines der Hauptziele ist es, die Lebensqualität der MS-Betroffenen auch im Sinne eines empowerments zu erhöhen. Prof. R. Spirig vom Institut für Pflegewissenschaften in Basel begleitet "MS Care" wissenschaftlich und gewährleistet so eine kontinuierliche Qualitätssicherung. Im zweiten Teil des Symposiums wurden in kleinen interaktiven Gruppen die folgenden praxisrelevanten Themen besprochen: Beurteilung und Behandlung der MS-bedingten krankhaften Müdigkeit (Fatigue), aussergewöhnliche und diagnostisch schwierige MR-Befunde, Fortschritte in der symptomatischen Therapie der Spastik und der Blasenstörungen. Und nicht zuletzt wurden auch Indikation und Vorsichtsmassnahmen bei der Anwendung eines vermutlich noch in diesem Jahr in der Schweiz neu zugelassenen Medikamentes, des "Natalizumab", behandelt. Eine Zusammenfassung der Referate in Englisch finden Sie unter http://www.ms-state-of-the-art.ch/program.html Schweiz. MS-Gesellschaft / www.multiplesklerose.ch Rund 10'000 Menschen in der Schweiz leiden an Multipler Sklerose (MS). Bei dieser bis heute unheilbaren chronischen Erkrankung des zentralen Nervensystems werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen und die Nervenfasern durch Entzündungen an verschiedenen Stellen zerstört. Dadurch kann es zu ganz unterschiedlichen Behinderungen kommen, wie beispielsweise Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen. Jede Körperfunktion kann betroffen sein. MS wird am häufigsten bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 diagnostiziert, zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen. Das 9. Symposium "State of the Art" wurde unterstützt von sanofi-aventis, Schering (Schweiz) AG, Biogen-Dompé AG und Serono Pharma Schweiz. ots Originaltext: Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Annemarie Bürgi, Öffentlichkeitsarbeit Schweiz. MS-Gesellschaft Tel.: +41/43/444'43'34 Mobile: +41/79/785'05'57 E-Mail: abuergi@multiplesklerose.ch Patricia Monin Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Schweiz. MS-Gesellschaft Tel.: +41/43/444'43'30 Mobile: +41/76/303'73'33 E-Mail: pmonin@multiplesklerose.ch

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