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Der stetig wachsende Gesundheitsmarkt bietet hervorragende Chancen für den Exportweltmeister Deutschland - Pharmabranche und Medizintechnik auf dem Vormarsch

München (ots) -

- Roland Berger-Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt: Bis 
2030 wächst der globale Gesundheitsmarkt um jährlich sechs Prozent auf bis zu 20
Billionen US Dollar

- Gesundheitsbezogene Pro-Kopf-Ausgaben steigen weltweit an: Russland (+13%), 
Vietnam (+13%) und China (+12%) zeigen die stärksten jährlichen Wachstumsraten

- Deutsche Pharmabranche und Medizintechnik sind bei Exporten bereits führend, 
in anderen Branchen besteht Ausbaupotenzial  

- Sektoren wie E-Health, Biotechnologie, Ausbildung und Versorgung im 
medizinischen Bereich bieten gute Wachstumspotenziale

- Exportinitiative Gesundheitswirtschaft unterstützt deutsche Unternehmen beim 
Ausbau des Exportmarktes 

Der globale Gesundheitsmarkt wächst jährlich um rund sechs Prozent. Faktoren wie die Alterung der Weltbevölkerung, der technische Fortschritt und der Anstieg der Kaufkraft lassen den Markt bis zum Jahr 2030 auf rund 20 Billionen US Dollar anwachsen. Insbesondere Deutschland kann davon profitieren, denn für die deutsche Gesundheitswirtschaft besteht bei den Exporten ein großes Ausbaupotenzial. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Strategieberatung Roland Berger im Auftrag des Wirtschaftsministeriums mit dem Titel "Weltweite Gesundheitswirtschaft - Chancen für Deutschland".

"Die globale Gesundheitswirtschaft wird in den kommenden Jahrzehnten stetig anwachsen", sagt Dr. Joachim Kartte, Partner und Leiter des Competence Center Pharma & Healthcare bei Roland Berger Strategy Consultants. "Faktoren wie das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung spielen dabei eine wesentliche Rolle, denn ältere Menschen brauchen ein gut ausgebautes Gesundheitssystem. Dies bietet ein großes Potenzial für die Akteure der Gesundheitswirtschaft."

Obwohl der internationale Gesundheitsmarkt stark wächst, hat Deutschland bislang eher mäßig davon profitiert. So betrugen die deutschen Exporte im medizinischen Bereich im Jahr 2008 nur etwa 6,3 Prozent des gesamten deutschen Exports. "Deutschland sollte die globalen Chancen in Zukunft noch besser nutzen und seine Stärke in diesem wichtigen Bereich zeigen", sagt Dr. Karsten Neumann, Principal bei Roland Berger.

Rasantes Wachstum der Gesundheitswirtschaft erwartet

Haupttreiber des globalen Gesundheitsmarkts sind die wachsende Weltbevölkerung sowie die steigenden Pro-Kopf-Ausgaben für die Gesundheitsversorgung. So wird die Weltbevölkerung von 6,7 Milliarden Menschen im Jahr 2008 auf 8,3 Milliarden Menschen im Jahr 2030 steigen. Gleichzeitig nehmen die durchschnittlichen Pro-Kopf- Ausgaben für Gesundheit um etwa sechs Prozent pro Jahr zu. Märkte wie Russland (+13%), Vietnam (+13%) und China (+12%) zeigen sogar doppelt so hohe jährliche Wachstumsraten. Durch die Alterung der Weltbevölkerung, die Zunahme chronischer Krankheiten, den technischen Fortschritt und die steigende Kaufkraft wächst der Gesundheitssektor in den meisten Ländern schneller als das jeweilige Bruttoinlandsprodukt (BIP). "Setzen sich diese Trends unverändert fort, wird der weltweite Gesundheitsmarkt bis zum Jahr 2030 von heute 5,7 auf rund 20 Billionen US Dollar wachsen", prognostiziert Roland Berger-Partner Kartte.

Deutschlands Exportmarkt ist ausbaufähig

Deutschland kann die Chancen des wachsenden Gesundheitsmarktes noch stärker als bisher für Exporte nutzen. Denn im Jahr 2008 lag der Anteil medizinischer Produkte am deutschen Gesamtexport bei lediglich 6,3 Prozent. Doch vor allem in der Pharmabranche und Medizintechnik exportiert Deutschland immer mehr. In den Zielmärkten USA, Saudi-Arabien, Russland und Polen stammt der größte Teil importierter Medizintechnik bereits aus Deutschland. In der Pharmabranche ist Deutschland führender Lieferant in Russland, China, Frankreich, Polen, der Türkei und Südafrika. "Gutes Potenzial besteht aber noch in in den afrikanischen Ländern sowie im englischsprachigen und lateinamerikanischen Raum", sagt Kartte.

Neue Branchen im Aufwind

Neben Pharma und Medizintechnik sind auch neue Sektoren im Kommen. So zieht die Nachfrage nach bislang kaum exportierten Leistungen wie Krankenhausmanagement, Notfallversorgungsnetzen oder Ausbildung medizinischer Fachkräfte stark an. Auch Sektoren wie E-Health und Biotechnologie nehmen weiter zu.

"Angesichts der großen Chancen und des zunehmenden Wettbewerbs auf dem globalen Gesundheitsmarkt sollten deutsche Unternehmen ihre bestehende Position auf dem Exportmarkt sichern und ausbauen", betont Kartte. Um deutsche Unternehmen hierbei zu unterstützen, hat deshalb das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft ins Leben gerufen, die insbesondere mittelständische Unternehmen unterstützt.

Die Studie können Sie kostenlos downloaden unter: www.rolandberger.com/pressreleases

und unter

http://ots.de/oSDNi

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