Loterie Romande

Ergebnisse 2013 der Loterie Romande: stabiler Gewinn zugunsten des Gemeinwohls

Lausanne (ots) - Nach der Konsolidierung ihrer Aktivitäten im 2012 verzeichnet die Loterie Romande im vergangenen Geschäftsjahr einen leichten Anstieg des Bruttospielertrags (BSE) auf CHF 378 Millionen. Der Nettogewinn beläuft sich auf stabile CHF 206 Millionen. Dank dieser positiven Bilanz können verschiedene gemeinnützige Projekte wiederum mit einem hohen Betrag unterstützt werden. Das gute Ergebnis ist vor allem auf die im letzten Jahr in Kraft getretenen Steuergesetzänderungen zurückzuführen. Durch die Abschaffung der Verrechnungssteuer auf Lotteriegewinnen bis CHF 1'000.- und die Abschaffung der Abgabe für die Armen im Kanton Genf sind die Lotteriespiele und Sportwetten attraktiver geworden.

Am 30. April hat der Bundesrat den Entwurf zum neuen Geldspielgesetz in die Vernehmlassung geschickt. Die Loterie Romande ist der Meinung, dass der Entwurf ausgewogen und kohärent ist. Angesichts der wachsenden Konkurrenz in diesem Sektor braucht es einen der Mission und den Verantwortlichkeiten der Lotteriegesellschaften angemessenen Gesetzesrahmen, der die langfristige Stabilität der Unterstützungsbeiträge für die Bereiche Soziales, Kultur, Sport und Umwelt garantiert.

Die Loterie Romande hat am Montag im Centre pluriculturel et social von Ouchy ihre jährliche Pressekonferenz abgehalten und unter der Leitung von Präsident Jean-Pierre Beuret sowie in Anwesenheit von Generaldirektor Jean-Luc Moner-Banet und des Präsidenten der Konferenz der Präsidenten der Verteilorgane (CPOR), Bernard Favre, das Geschäftsergebnis 2013 bekannt gegeben.

Stabiles Ergebnis

2013 erreichte der Bruttospielertrag (BSE), d.h. die Einsätze abzüglich der an die Spielenden ausbezahlten Gewinne, CHF 378 Millionen, was gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg bedeutet (+3 %). Das gute Ergebnis ist vor allem auf die im letzten Jahr in Kraft getretenen Steuergesetzänderungen zurückzuführen. Durch die Abschaffung der Verrechnungssteuer auf Lotteriegewinnen bis CHF 1'000.- und die Abschaffung der Abgabe für die Armen im Kanton Genf sind die Lotteriespiele und Sportwetten attraktiver geworden. Der Nettogewinn beläuft sich auf CHF 206 Millionen. Dieser Betrag, der den kantonalen Gewinnverteilungsorganen der Loterie Romande und dem Sport ausbezahlt wurde, ist gegenüber dem Vorjahr auf stabilen CHF 204,8 Millionen geblieben. Die Bilanz ist angesichts der wachsenden Konkurrenz im Geldspielsektor, vor allem im Zusammenhang mit der Aktivität von illegalen Spielbetreibern im Internet, positiv. Die Loterie Romande beschäftigt per 1. Januar 2014 292 Mitarbeitende und hat 2013 zuhanden der 2'650 Westschweizer Verkaufsstellen Provisionen im Umfang von CHF 69,6 Millionen ausbezahlt. Dadurch trägt sie wesentlich zur Geschäftstätigkeit von Nahversorgungsbetrieben (Kioske, Cafés und Restaurants) in den urbanen Zentren, Agglomerationen und Dörfern bei.

Gewinnverteilung

Rund 3'000 Stiftungen und gemeinnützige Institutionen haben 2013 von der Unterstützung der Loterie Romande profitiert. Pro Tag wurden durchschnittlich über CHF 500'000 an karitative, kulturelle und sportliche Westschweizer Werke ausbezahlt.

Der Nettogewinn 2013 wurde wie folgt verteilt: 5/6 bzw. CHF 171,1 Millionen an die kantonalen Verteilorgane zur Unterstützung von Projekten in den Bereichen Soziales, Kultur, Bildung, Forschung und Umwelt sowie 1/6 bzw. CHF 34,3 Millionen zugunsten des Sports. Wie in der Vergangenheit bezahlte die Loterie Romande auch eine Abgabe von 0,5 % des BSE bzw. einen Betrag von CHF 1,89 Millionen, die für die Prävention und Bekämpfung der Spielsucht eingesetzt wird.

Neue Besteuerung von Lotteriegewinnen: noch mehr Geld für das Gemeinwohl

Seit dem 1. Januar 2013 wird auf Gewinnen aus Lotterien und Sportwetten von weniger als CHF 1'000.- keine Verrechnungssteuer mehr erhoben. Durch die Abschaffung der Verrechnungssteuer sind die von der Loterie Romande angebotenen Spiele gegenüber den illegalen und grenzüberschreitenden Spielen wieder attraktiver geworden. Die Sport- und Pferdewetten (PMU) haben von den Gesetzesänderungen speziell profitiert. Ihr BSE konnte um 39 % bzw. 17 % zulegen. Die Abschaffung der Abgabe für die Armen im Kanton Genf hatte ebenfalls eine positive Wirkung, insofern die Genfer ihre Spielscheine wieder vermehrt im eigenen Kanton kaufen und spielen. Als Folge der Abschaffung dieser Abgabe verzeichnete der BSE vor allem im Kanton Genf ein Wachstum von 12 % (alle Spiele). Dank dieses Zusatzgewinns (rund CHF 2 Millionen) stehen dem Genfer Verteilorgan der Loterie Romande nun mehr Mittel zur Projektunterstützung zur Verfügung.

Gesetzesrevision

Am 30. April hat der Bundesrat den Entwurf des neuen Geldspielgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Die Loterie Romande hält den Entwurf für ausgewogen und homogen, da er die konkrete Umsetzung von Artikel 106 der Verfassung ermöglicht, wie ihn die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Volksabstimmung vom 11. März 2012 beschlossen haben. Die in die Vernehmlassung geschickten Vorschläge wurden in Zusammenarbeit mit Vertretern von Bund und Kantonen, des Geldspielsektors und des Bereichs Suchtprävention ausgearbeitet, berücksichtigen die Interessen aller betroffenen Akteure und bilden einen zufriedenstellenden Kompromiss.

Die Loterie Romande möchte nicht, dass das Gleichgewicht und die Kohärenz des Entwurfs durch Ergänzungen beeinträchtigt werden, die die Wettbewerbsfähigkeit der Lotteriegesellschaften gefährden. In einem immer härter umkämpften Markt muss das neue Geldspielgesetz es ihnen erlauben, attraktive, rentable und verantwortliche Spiele anzubieten, damit die Stabilität der an das Gemeinwohl ausbezahlten Gewinne langfristig gewährleistet ist.

Kontakt:

Jean-Pierre Beuret, Präsident, 079 332 01 00
Jean-Luc Moner-Banet, Generaldirektor, 079 310 78 69
Bernard Favre, Präsident CPOR, 079 215 80 58


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