Loterie Romande

Wichtiger politischer Erfolg für die Loterie Romande

Lausanne (ots) - Der 11. März 2012 wird für die Loterie Romande ein historisches Datum bleiben. An diesem Tag haben die Schweizer Bürgerinnen und Bürger mit einer Mehrheit von 87% den neuen Artikel 106 der Bundesverfassung über die Geldspiele angenommen.

Hervorgegangen aus der eidgenössischen Volksinitiative "Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls" übernimmt der neue Verfassungsartikel die wesentlichen Elemente der Initiative. Er klärt nicht nur die Aufgaben der Betreiber von Geldspielen in unserem Land, sondern garantiert auch dafür, dass die Gewinne aus den Lotterien und Wettspielen weiterhin karitativen, sportlichen und kulturellen Zwecken zukommen. Damit ist das noble Prinzip, nach dem die Lotteriegewinne wieder der Gemeinschaft, die sie generiert hat, zurückgegeben werden sollen, in der Bundesverfassung verankert!

Im Gleichschritt bestätigt der neue Artikel 106 auf Verfassungsebene auch die Zuständigkeit der Kantone für Lotterien. Nachdem die Loterie Romande in ihrer Existenz bedroht war, ist sie von nun an nur noch vom politischen Willen der sechs Westschweizer Kantone abhängig. Damit ist ihr Fortbestand, zumindest aus menschlicher Sicht, gewährleistet. Nach rund zehnjährigem Kampf gegen die Angriffe der eidgenössischen Bürokratie und langjährigen Gerichtsverfahren geht unsere Institution als strahlende Siegerin aus der Abstimmung vom 11. März hervor. Ein weiterer Erfolg also, nachdem das Bundesgericht am 28. Januar 2011 bereits das von der Eidgenössischen Spielbankenkommission ausgesprochene Verbot der elektronischen Spielautomaten Tactilo aufgehoben hatte.

Dieser Erfolg leitet das 75-Jahr-Jubiläum, das die Loterie Romande 2012 feiert, mit einem Augenzwinkern ein.

Am Mittwoch hat die Loterie Romande in den Räumen der Association vaudoise d'aide et de soins à domicile (AVASAD) in Lausanne ihre jährliche Pressekonferenz unter dem Vorsitz von Jean-Pierre Beuret und in Anwesenheit von Generaldirektor Jean-Luc Moner-Banet und dem Präsidenten der Konferenz der Präsidenten der Verteilorgane (CPOR), Daniel Monnin, abgehalten.

Gewinn 2011: 205,2 Millionen Franken für Soziales, Kultur, Sport und Umwelt

Nach der Konsolidierung ihrer Aktivitäten 2010 konnte die Loterie Romande Ende Geschäftsjahr 2011 ein leichtes Wachstum verzeichnen. Der Bruttospielertrag (BSE) stieg um 3,4% auf 370 Mio. Franken; der Nettogewinn schlug bei einer Zunahme um 2,3% mit 205,2 Mio. Franken zu Buch. Bei einem gesteigerten Absatz trug auch die Politik der Betriebskostensenkung erste Früchte. Im Weiteren setzte die Loterie Romande ihre vor über zehn Jahren lancierte Politik des verantwortungsvollen Spiels fort und verstärkte die Massnahmen zur Prävention und Bekämpfung der Spielsucht.

Ausgezeichnetes Ergebnis

Buchhalterisch gesehen verzeichnet der BSE bzw. die gesetzten Beträge abzüglich der von den Spielenden erzielten Gewinne eine leichte Zunahme und beläuft sich auf 370 Mio. Franken. Dies entspricht einer Steigerung um 3,4% gegenüber dem Vorjahr (358 Mio.). Grund für die Zunahme ist einerseits der gesteigerte Verkauf von Rubbellosen, andererseits aber auch die erfolgreiche neue Formel von Euro Millions, die seit Mai 2011 eine zusätzliche wöchentliche Ziehung am Dienstag bietet.

Der Nettogewinn beträgt 205,2 Mio. Franken. Dies sind 2,3% mehr als 2010, dem zuvor besten Jahr in der Geschichte der Loterie Romande (200,5 Mio.). Die Auflösung der Rückstellungen und die Senkung der Betriebskosten tragen ebenfalls zur Erklärung dieses ausgezeichneten Ergebnisses bei.

Die Loterie Romande beschäftigte per 1. Januar 2012 285 Mitarbeitende und zahlte 2011 rund 69,2 Mio. Franken in Form von Kommissionen an nahezu 2'800 Depositäre aus. Damit trägt sie wesentlich zur Geschäftstätigkeit des lokalen Handels (Kioske und Cafés-Restaurants) in den städtischen Zentren, Vorortsquartieren und Dörfern bei.

Gewinnverteilung

Rund 3'000 Stiftungen und gemeinnützige Institutionen haben 2011 von Unterstützungsbeiträgen der Loterie Romande profitiert. Durchschnittlich wurden über 500'000 Franken pro Tag an karitative, soziale und sportliche Werke in der Westschweiz ausgeschüttet.

Nach Abzug einer Steuer von 0,5% auf dem BSE zugunsten der Prävention und Bekämpfung der Spielsucht teilt sich der Gewinn 2011 wie folgt auf: 5/6 bzw. über 170 Mio. Franken zugunsten der kantonalen Verteilorgane zur Unterstützung von Projekten in den Bereichen Soziales, Kultur oder Umwelt sowie 1/6 bzw. 34 Mio. Franken zugunsten des Sports.

Die neue Website der kantonalen Verteilorgane, www.entraide.ch , liefert ausführliche Informationen über die mittels Rahmenbedingungen transparenten und klar definierten Vergabungskriterien sowie über die an die verschiedenen Vereine überwiesenen Beträge.

Zertifizierungen

Die Loterie Romande ist seit März 2009 ISO 27001 zertifiziert. Diese wichtige internationale Zertifizierung garantiert, dass das Unternehmen die bestmöglichen Verfahren in Sachen Sicherheit und Risikomanagement anwendet. Die Zertifizierung ist drei Jahre lang gültig und wurde deshalb im März 2012 nach einer erfolgreichen Zwischenprüfung erneuert. Die Loterie Romande ist stolz auf diese Zertifizierung, die die Billigkeit und Qualität der angebotenen Spiele garantiert.

1937-2012: 75 Jahre Einsatz für die Gemeinschaft

Die Loterie Romande wurde 1937 gegründet und kann in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass tritt sie als Partnerin verschiedener Musikfeste auf, die vom 16.-24. Juni in der Westschweiz stattfinden. In den sechs Städten Delémont, Lausanne, Freiburg, Monthey, Neuenburg und Genf präsentieren sich Westschweizer arrivierte oder junge Musiktalente auf den Bühnen der Loterie Romande in geselligem und festlichem Ambiente. Die Konzerte sind gratis und für alle zugänglich.

Kontakt:

Jean-Pierre Beuret, Präsident

Jean-Luc Moner-Banet, Generaldirektor

Daniel Monnin, Präsident CPOR
Tel.: +41/21/348'13'28


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