Loterie Romande

Loterie Romande - 191 Millionen Franken für die Gemeinnützigkeit

    Lausanne (ots) - Mit einem Bruttospielertrag (BSE) von 371 Millionen Franken (+2%) und einem Reingewinn von mehr als 191 Millionen Franken (+5%) darf man die Ergebnisse 2006 der Loterie Romande im heutigen Umfeld als gut, wenn nicht hervorragend, bezeichnen.

    Auf politischer Ebene ist die Situation hingegen sehr gespannt. Der Verwaltungsrat der Loterie Romande hat anlässlich einer ausserordentlichen Sitzung am Dienstag entschieden, die  Möglichkeit der Lancierung einer Volksinitiative zu prüfen, mit der Absicht, dass die Gewinne der Glücks- und Geldspiele für die Gemeinnützigkeit bestimmt seien.

    Am Mittwoch hat die Loterie Romande in Lausanne ihre Jahres-Pressekonferenz abgehalten, unter Vorsitz von Jean-Pierre Beuret, in Anwesenheit der beiden Generaldirektoren Philippe Maillard, welcher auf Ende Jahr seinen Rentenanspruch geltend gemacht hat, und seinem Nachfolger, dem am 1. Februar dieses Jahres nominierten Jean-Luc Moner-Banet.

    Gute Ergebnisse 2006

    Trotz unaufhörlicher Angriffe, der starken Konkurrenz und einem wachsenden illegalen Angebot von Spielen über Internet oder Briefversände, ist es der Loterie Romande 2006 gelungen, auf diesem Markt erfolgreich zu bestehen, unter Beibehaltung ihrer Politik des Verantwortungsbewussten Spiels, welche sich auf Information, Prävention und den Kampf gegen die Spielsucht abstützt.  

    Der Bruttospielertrag (BSE) ist um 2% gestiegen und hat mehr als 371 Millionen Franken erreicht. Dies entspricht 205 Franken Spieleinsatz pro Einwohner, also 4 Franken mehr als im Vorjahr. Der Gewinn hat um 5% zugenommen und beläuft sich auf 191 Millionen Franken. Dies ist der guten Beherrschung der Betriebskosten und den seit mehreren Jahren unternommenen Rationalisierungsmassnahmen zuzuschreiben.

    Was die Struktur der Spiele betrifft, stammt die Steigerung des BSE im Wesentlichen aus dem überaus starken Wachstum von Euro Millions, das allein einen BSE von 77,6 Millionen Franken erzeugt, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von +53% entspricht. Die Kehrseite der Medaille: Dieser Erfolg ist ansatzweise zum Nachteil des SWISS LOTTO und der Spiele Joker und EXTRA-Joker zustande gekommen. Diese verzeichnen einen Rückgang in der Grössenordnung von -17%. Was die Rubbelspiele betrifft, behält die Loterie Romande mit einem BSE von mehr als 94 Millionen Franken (-1%) ihre führende Stellung in Europa. Alle Spiele zusammengenommen steht sie weltweit im 16. Rang.

    Der PMU setzt seinen Erfolgskurs fort und erzeugt einen BSE von beinahe 28 Millionen Franken (- 2,4%). Schweizer Wettfreunde setzten auf rund 6300 Pferderennen, für mehr als 100 Millionen Franken an Einsätzen.

    Provisionen und Wiederverteilung der Gewinne

    An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Loterie Romande im 2006 bei Westschweizer Firmen für über 55 Millionen Franken Bestellungen aufgegeben, und an die Wiederverkäufer in den sechs Westschweizer Kantonen Provisionen im Betrag von mehr als 70 Millionen Franken ausgerichtet hat.

    Nach Abzug der Taxe von 0,5% des BSE für die Prävention der Spielsucht, sowie der kantonalen Steuer von 2% auf die Einsätze für das SWISS LOTTO, präsentiert sich die Wiederverteilung wie folgt (in runden Zahlen): die Wiederverteilorgane der sechs Kantone werden 157 Millionen Franken erhalten für die Unterstützung von gemeinnützigen Projekten, und der Sport 31 Millionen Franken. Diese für den Sport bestimmten 31 Millionen verteilen sich mit fast 23 Millionen an die kantonalen Sportämter (Unterstützung des Breitensports), 5,5 Millionen gehen an Swiss Olympic, SFV und NL (Schweizer Fussballverband und Nationalliga) und 3 Millionen sind für die ADEC (Pferdezucht und Rennen) bestimmt. Ausserhalb dieser Zahlen sind Tausende von Arbeitsstellen bei den gegen 4000 Benefiziaren betroffen.       Politische Situation

    Auf politischer Ebene ist am 1. Juli 2006 die Interkantonale Vereinbarung über Lotterien und Wetten (VLW) in Kraft getreten. Die Kantone dachten damals, damit über ein Qualitätsinstrument zu verfügen, um ihre Aufgabe der Homologation, Autorisation und Überwachung in Sachen Lotterien und Wetten wahrzunehmen. Dies war ohne mit der Hartnäckigkeit gewisser Bundesdienste zu rechnen, welche die Kantone systematisch angreifen und damit auf Kosten der Lotteriegesellschaften einen Kompetenzkonflikt anheizen.

    Im Hinblick auf die juristischen Prozeduren ist diejenige in Bezug auf die elektronischen Lotterien Tactilo/Touchlot gegenwärtig vor dem Bundesverwaltungsgericht hängig, während vom Bundesamt für Justiz (BJ) ein neuer Rekurs deponiert worden ist gegen die Einführung eines Keno-Spiels (LotoExpress) durch Swisslos in der Deutschschweiz. Dieses Spiel wird von der Loterie Romande seit 1993 betrieben. Die Unterwanderung der gemeinnützigen Lotterien geht weiter.

    Anlässlich einer ausserordentlichen Sitzung am Dienstag hat der Verwaltungsrat der Loterie Romande Bilanz gezogen über die Bedrohungen, von welchen die gemeinnützigen Lotterien betroffen sind. Er erachtet, dass sich eine Klarstellung der Debatte betreffend die Glücks- und Geldspiele aufdrängt. In dieser Hinsicht hat er entschieden, die  Möglichkeit der Lancierung einer Volksinitiative noch dieses Jahr, zu prüfen, mit der Absicht, dass in der Bundesverfassung das Prinzip verankert wird, dass die Gewinne der Glücks- und Geldspiele für die Gemeinnützigkeit bestimmt sind.

    Feier des 70-jährigen Jubiläums in Ouchy Im Jahr 2007 feiert die Loterie Romande ihr 70-jähriges Bestehen. Bei dieser Gelegenheit wird am kommenden 30. Juni in Lausanne-Ouchy ein grosses Familien- und Volksfest organisiert. Konzerte, Animationen und Spiele: es werden auf der Place de la Navigation tausende von Besuchern erwartet. Inserate in den Medien und Flyers bei den Verkaufsstellen enthalten alle Angaben zum Programm dieses ausserordentlichen Tages. Man kann die Informationen auch auf der Website www.loterie.ch abrufen.

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José Bessard, Direktor Kommunikation
Tel.:    +41/21/348'13'13
E-Mail: jose.bessard@loterie.ch



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